Wer wird der zweite Libero?

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
Volleyball / Evivo / Jeff Weiler
Der Kanadier Jeff Weiler hält die Abwehr des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren immer besser zusammen. Foto: Guido Jansen

Düren. Jeff Weiler hat sich gesteigert. In den vergangenen Wochen ist der kanadische Abwehrchef des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren immer besser geworden. Nachdem der 25-Jährige zunächst einige Probleme hatte, lieferte er jetzt im Heimspiel gegen Bad Dürrenberg/Spergau eine perfekte Partie ab.

Weilers sicheres Auftreten war der Grundstein für den wichtigen 3:1-Sieg der Dürener. Längerfristig planen können die Evivo-Verantwortlichen mit dem Kanadier jedoch nicht. Aus dem einfachen Grund, weil Weiler noch nicht weiß, ob er in seine Heimat zurückgehen wird, um einen höherwertigen Studienabschluss zu erwerben oder ob er weiter im Ausland Volleyball spielen soll.

„Da habe ich mich noch nicht entschieden”, sagt der Dürener Abwehrchef. „Sollte ich weiter im Ausland spielen, dann am liebsten in Düren”, bekundet der 25-Jährige, dass es ihm an der Rur gefällt.

Neue Regeln

Dabei ist die Libero-Frage derzeit spannend. Nicht nur in Düren. International ist es seit Jahresanfang erlaubt, zwei Liberos auf dem Spielberichtsbogen einzutragen. Der Abwehrchef kann also getauscht werden. In der Bundesliga wird diese Regelung ab der kommenden Saison gelten. Diese Möglichkeit und die Position des Liberos lassen in Düren derzeit viel Raum für Spekulation.

Interessanter Mann

Neben Weiler gehört seit Dezember ein weiterer Spieler dem Kader, der den Posten des Abwehrchefs übernehmen könnte. Vincent Lange ist ein interessanter Mann, da er Libero und Außenangreifer spielen kann und damit je nach Bedarf eingesetzt werden kann. Doch auch bei Lange ist derzeit offen, ob er nach seinem Kurz-Engagement weiter in Düren bleiben wird. Mehrere Faktoren spielen für den 34-Jährigen eine Rolle. „Ich muss grundsätzlich entscheiden, ob ich weiter Volleyball spielen werde. Das ist noch offen”, so der gebürtige Berliner.

Langes Entscheidung für eine weitere Saison hängt offenbar von einer möglichen beruflichen Perspektive ab. „Ich muss einfach mal schauen, wie sich die ganze Sache hier für mich entwickelt”, sagt der Mann, der beim Heimsieg zuletzt neben Weiler und Sven Dick zu den wichtigsten Spielern zählte.

Zwei Kandidaten, die für einen der zwei möglichen Libero-Posten in Frage kommen, sind also mit Fragezeichen versehen. Zu einem dritten hat Evivo schon vor der Saison intensiven Kontakt gehabt. Der heißt Fabian Kohl, spielt derzeit beim VC Olympia Berlin und wurde im September Vize-Europameister. Nach dem Rücktritt von Till Lieber war Düren an den 19-Jährigen herangetreten.

Der zeigte auch Interesse, sagte aber schließlich ab, weil er schon beim VCO, beim dem ein Großteil der Junioren-Nationalmannschaft zusammengezogen wird, zugesagt hatte. Schon damals signalisierten die Dürener Verantwortlichen Kohl, dass sie wieder auf ihn zukommen würden. „Er hat sich keine Türen zugeschlagen”, kommentierte Evivo-Geschäftsführer Rüdiger Hein damals. „Im Gegenteil. Er hat sein Wort gegeben und hält das ein. Das gefällt uns.”

Auch der Name Till Lieber kann wieder eine Rolle spielen. Der Mann, der von 2001 bis 2008 Abwehrchef in Düren war, wird auch weiterhin nur in einem sehr eingeschränkten Umfang zur Verfügung stehen. Aber als Libero Nummer zwei, der einspringt, wenn die Nummer eins einen schlechten Tag hat, dürfte der 27-Jährigen wohl bereit stehen. Die spannendste Frage: Wer wird die Nummer eins?

Fest steht derzeit nur, dass Tim Elsner beim Auswärtsspiel am Samstag in Wuppertal nicht mitwirken kann. Der 24-Jährige muss wegen einer Entzündung im Knie pausieren.
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