Vor dem Rückspiel gegen den Schweriner SC: Hopp oder top für die „Ladies“

Von: Roman Sobierajski
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Letzte Details am Spielfeldrand: Aachens Trainerin Saskia van Hintum (links) und ihr „Co“ Erik Reitsma coachen Libera Kirsten Knip. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Heute ist alles anders: Die „Ladies in Black“ Aachen haben ein Heimspiel – bereiten sich aber wie bei einem Auswärtsspiel auf die entscheidende Begegnung gegen den Schweriner SC vor: Die Mannschaft hat ein Hotel bezogen, reist am Vormittag zur Ballgewöhnung gemeinsam in den Lotto Dome in Maaseik und belegt dann die Gästekabine in der Halle, die höchsten sportlichen Ansprüchen genügt.

Ab 19.30 Uhr heißt es dann „hopp oder top“ für das Team von Aachens Trainerin Saskia van Hintum, denn nach dem verlorenen Hinspiel hat die Mannschaft die letzte Chance, noch ein drittes und entscheidendes Spiel um den Einzug in das Play-off-Halbfinale zu erzwingen.

Doch nicht nur wegen des Umzugs in die ungewohnte Halle und des fehlenden „Hexenkessels“ gibt es leichtere Aufgaben, als der Übermannschaft der Hauptrunde eine Niederlage beizubringen. Auch wenn Schwerins Trainer Felix Koslowski mit Hochachtung von den „Ladies“ spricht – und wohl auch gleichzeitig seine eigenen Spielerinnen davor warnt, die Partie zwischen den Auftritten im Europapokal auf die leichte Schulter zu nehmen: „Sie stehen hoch im Block und sind offensiv unter den Top vier der Liga“, mahnt der 33-Jährige, der auch für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft als Coach zuständig ist. „Zudem sind sie physisch stark und spielen extrem schnell über die Außen, haben für jede Position mindestens noch eine Top-Spielerin noch in der Hinterhand.“

Vieles wird davon abhängen, wie groß der Druck sein wird, den die Aachenerinnen aufbauen können, um die gegnerische Annahme in Verlegenheit zu bringen und dann den eigenen Block besser in Szene zu setzen. Ein Vorhaben, das im Hinspiel nicht immer funktionieren wollte. Die Schweriner Angreiferinnen hatten deutlich bessere Erfolgsquoten als die Aachener „Spiker“. Auch die Aufschläge landeten deutlich häufiger im Netz oder jenseits der Linie als die des SSC.

Trainerin Saskia van Hintum, die am Dienstagnachmittag das letzte Vorbereitungstraining ihrer Mannschaft in Aachen leitete, sieht die Ausgangslage ihrer Mannschaft dennoch nicht als hoffnungslos: „Natürlich haben wir unsere Chance. Im Hinspiel hat schon einiges funktioniert von dem, was wir uns vorgenommen hatten. Das Problem war nur: Bei Schwerin hat einfach alles geklappt.“ Auch psychologisch ist das Team darauf vorbereitet, dass die Reise durch die Saison noch weiter geht: „Ich habe den Spielerinnen gesagt, dass das nicht unser letztes Training in unserer Halle gewesen ist. Und der Wochenplan geht auch bis zum Sonntag.“

Übrigens haben die „Ladies in Black“ gegen jede Mannschaft in der Liga mindestens einen Satzgewinn zu Buche stehen – mit einer Ausnahme: Alle drei Aufeinandertreffen mit dem Schweriner SC endeten 3:0 für das Team aus Mecklenburg-Vorpommern.

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