Volleyball-Bundesliga: „Durchatmen“ nach den vielen großen Veränderungen

Von: rom
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Aachen. „Die Vereinsvertreter haben bei der Bundesligaversammlung große Geschlossenheit gezeigt. Die Volleyball-Bundesliga befindet sich in einem ruhigen Fahrwasser und nimmt Kurs auf eine positive Zukunft“, lautete das zufriedene Fazit von Klaus-Peter Jung, Geschäftsführer der Volleyball Bundesliga.

Die 74 Profiklubs der ersten und zweiten Bundesligen hatten bei der Bundesliga-Versammlung einer Fortschreibung des Masterplans für die Jahre 2017 bis 2021 zugestimmt, eine Gegenstimme gab es nicht.

Dass der zukünftige Vierjahresplan unter der Leitlinie „Durchatmen und Verstetigen“ steht, zeigt allerdings klar auf, dass auf die Jahre der großen und vielen Veränderungen mit dem Ziel, die Sportart in schnellem Tempo zu professionalisieren und gegenüber den Konkurrenten Handball, Basketball und Eishockey (TV)-konkurrenzfähiger zu machen, nun eine Phase der Konsolidierung folgen soll. „Für uns war es wichtig, dass keine weiteren kostenpflichtigen Auflagen festgeschrieben werden“, steht auch Sebastian Heckert, Geschäftsführer der „Ladies in Black“ Aachen, dem Papier grundsätzlich positiv gegenüber.

Nicht alle Ziele erreicht

Klar ist aber auch, dass nicht alle ehrgeizigen Ziele erreicht werden konnten, wie aus den Anmerkungen hervorgeht. „Nicht erreicht haben wir die Ziele im Bereich der Vermarktung. Es gibt weiterhin keine nennenswerten Erlöse aus der zentralen Vermarktung, um diese an die Vereine auszuschütten“, stellt die Volleyball-Bundesliga selbstkritisch fest, dass die Hoffnung der Klubs auf einen Rückfluss der investierten Mittel, nicht erfüllt werden konnten.

Positiv wird dagegen vor allem die Entwicklung im Frauen-Volleyball gesehen. „Im Frauensport liegt eine besondere Perspektive für den Volleyball. Steigende Etats, eine hohe Konkurrenzdichte der Teams eins bis sechs sowie eine große Kontinuität in der Ligen-Zusammensetzung fördern die Entwicklung“, heißt es dazu. Bei den Männer seien zwar die Klubs an der Spitze enger zusammengerückt, dafür seien aber auch fünf Vereine in den letzten Jahren ausgestiegen. Der Schwund sei zwar durch neue Teams kompensiert worden, dennoch habe diese „Diskontinuität ein schnelleres Wachstum“ gebremst.

Kritisch wird auch die immer noch (zu?) große Kluft zwischen den Ersten und den Zweiten Bundesligen gesehen. „Ohne eine signifikante Weiterentwicklung der Zweiten Bundesligen wird es nicht gelingen, die Lücke zu verkleinern“, lautet die Einschätzung. Und selbst in der Zweiten Bundesliga Süd der Frauen konnten nicht mehr alle zur Verfügung stehenden Startplätze besetzt werden.

Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre wird dennoch positiv gesehen. Die Umsätze der Vereine seien um 25 Prozent gestiegen, die Zuschauerzahlen immerhin um zwölf Prozent in die Höhe gegangen. Und natürlich steckt auch in der frohen Botschaft noch ein Wermutstropfen: Sowohl die Budgets als auch das Interesse der Fans liegen noch unter dem Niveau der konkurrierenden Sportarten, was sich eindeutig um die Präsenz der Sportart Volleyball im Fernsehen auswirkt.

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