Unter einem Tiebreak macht es Evivo Düren nicht mehr

Von: pl
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Hart umkämpfte Partie: Evivos Christian Duennes (rechts) musste sich mächtig strecken, um an den gegnerischen Blockern vorbeizukommen. Foto: Rudi Bartgens

Gotha. Einmal tief durchatmen, bitte! Evivos Bundesliga-Volleyballer haben im „Hexenkessel” der Goldberghalle Ohrdruf, wie es Trainer Sven Anton ausdrückte, wieder richtig viel Sport fürs Geld geboten - und den VC Gotha 3:2 (26:28, 31:29, 25:19, 17:25, 15:8) geschlagen.

Wie schon im Hinspiel beim 3:2-Sieg mussten die Dürener immer mehr als einmal „draufhauen”, um den Punkt zu machen. Mehr als zwei Stunden dauerte die Partie. Düren bleibt mit 22:18 Punkten Fünfter - in Schlagweite zu Moers auf Platz 4.

„Gotha ist eine kampfstarke Mannschaft mit bombastischer Annahme”, lobte Sven Anton die Leistung der Gastgeber und hob damit gleichzeitig den Auftritt seines Teams über „normal” hinaus. „Hut ab vor meinen Jungs, dass sie bei der Stimmung diese Leistung abgerufen haben.” Als Anton das sagen konnte, war er schon bei der zweiten Beruhigungszigarette. Denn die Partie war ihm doch an die Nerven gegangen. „Selbst ein Drei-Punkte-Vorsprung bedeutet gegen Gotha gar nichts”, umschrieb Anton, mit wie viel Verve sich die Gothaer in die Bälle werfen.

„Du musst immer Druck machen. Die ganze Zeit.” Denn zweimal schien Düren in den beiden ersten Sätzen davonziehen zu können. Im zweiten Satz lagen die Gäste sogar mit 21:16 vorn. Nützte nichts. Gotha kam heran, glich aus. Beide Teams hatten Satzbälle, bis Düren den zweiten Durchgang mit 31:29 für sich entschied und den verlorenen ersten Satz ausglich. Das schien den Elan der Gastgeber doch nachhaltig gebremst zu haben. Überraschend deutlich gewann Düren den dritten Satz, schien auf die Siegerstraße einzubiegen. Schien! Denn die Gastgeber rappelten sich wieder auf, erteilten ihrerseits Düren eine Lektion.

Aber Gotha konnte den psychologischen Vorteil, den vierten Satz gewonnen zu haben, nicht nutzen. Düren zog im Tiebreak mit guten Blocks und Aufschlägen auf 11:6 davon. Das konnten die Gastgeber nicht mehr aufholen. Düren konzentrierte sich auf die side-outs, also die Angriffspunkte nach Aufschlag Gotha. Das reichte!

Und - es reichte auch zum ersten Mal für Stefan Hübner, sein Können zu beweisen. Der lang verletzte 227-fache Nationalspieler kam im zweiten Satz kurz für Merten Krüger, im nächsten Satz für Felix Isaak - und spielte ab dem vierten Durchgang durch. „Und das gut”, so Anton.

Wie er den Einsatz überstanden hat, wird sich am heutigen Montag zeigen, wenn Anton das Team zum „leichten” Training bittet. Man muss mit der Kraft haushalten. Mittwoch tritt schon Friedrichshafen in Düren an!
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