SWD Powervolleys: Andrei setzt auf Annahme und Angriff

Von: Franz Sistemich
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Steht die Annahme der SWD Powervolleys heute gegen Berlin sicher, dann ist es die Aufgabe von Jay Blankenau – oder seines Kollegen Jani Sippola – Dürens Angriffsspiel schnell und unberechenbar aufzuziehen. Foto: jan

Düren. Spiele zwischen den Erstliga-Volleyballern aus Düren und Berlin sind immer etwas Besonderes. Selbst wenn Partien der Spitzensportler von der Rur nicht gegen die Berlin Recycling Volleys beziehungsweise seinem Vorgänger SC Charlottenburg Berlin stattfanden, sondern gegen Klubs wie Post Berlin absolviert wurden, lag immer eine Brisanz in den Begegnungen zwischen dem Team aus dem äußersten Westen der Republik und der Weltstadt am östlichen Rand Deutschlands.

Am heutigen Abend steht ab 19.30 Uhr wieder eine West-Ost-Begegnung an. Die Powervolleys empfangen den amtierenden Meister Berlin Recycling Volleys. Der gewann das Hinspiel überlegen, ließ auch vor wenigen Tagen aufhorchen: Obwohl speziell auf der Annahme/Außenposition ersatzgeschwächt, besiegten die Bundeshauptstädter in der Champions League das polnische Spitzenteam Asseco Resovia Rzeszow mit 3:2. Damit haben die Berliner einen Spieltag vor Ende der Vorrunde mit Platz zwei in ihrer Gruppe die europäischen Play-off-Spiele erreicht.

Die Spannung bezieht die heutige Begegnung zwischen Düren und Berlin nicht nur aus der Historie der vergangenen Jahre, sondern auch aus der Zielsetzung beider Teams vor dem Beginn der Play-off-Runde: Düren, der Tabellenvierte, könnte mit einem Sieg zumindest vorübergehend bis auf zwei Punkte an die Berliner herankommen, die als Tabellenzweiter mit einem Spiel weniger hinter dem Rekordmeister VfB Friedrichshafen liegen.

Mit einem „Dreier“ würden die Hausherren den vierten Tabellenplatz sichern.

Allerdings hoffen die Berliner, den VfB Friedrichshafen noch abfangen zu können. Demzufolge dürften sie mit Sicherheit in der Arena Kreis Düren versuchen, mit knallharten risikoreichen Aufschlägen Düren in die Defensive zu drängen.

Bange ist den Hausherren aber nicht: „Wir sind auf jeden Fall sowas von bereit für die Show“, sagt denn auch ihr Trainer Tommi Tiilikainen. Und sein Mittelblocker Michael Andrei meint: „Trotz der Verletzungsprobleme verfügen die Gäste über ein Team, das immer auf einem sehr hohen Niveau spielen kann.“

Düren hat aber auch immer wieder in dieser Saison gezeigt, dass es auf einem sehr guten Niveau agieren kann, und so sagt Andrei: „Ich erwarte eine packende Begegnung.“

Die Stimmung in der vergangenen Woche war wie üblich in den Reihen der Dürener gut. Der Sieg bei der SVG Lüneburg tat sein Übriges zum Stimmungshoch und zu der Vorfreude auf die Auseinandersetzung mit den Berlinern. „Wir haben gut trainiert“, sagt Andrei.

Die große Frage, die sich stellt, ist die nach der Qualität der Berliner Aufschläge und der der Dürener Annahme. Die Gäste lieben hohe Hallen. In ihnen können sie ihre ganze Aufschlagwucht entfalten. In niedrigen Spielstätten wie in Lüneburg kann die Qualität der Berliner Aufschläge schon mal schlechter sein. So ist es kein Wunder, dass Berlin in der Heide gegen die heimstarken Spieler von Trainer Stefan Hübner verloren.

Düren dagegen, das nicht unbedingt die Bälle sehr hoch werfen muss bei den Aufschlägen, gewann in Lüneburg, auch weil „wir in engen Situationen klaren Kopf behalten haben“, nennt Andrei einen Grund für den jüngsten Auswärtssieg. Diesen kühlen Kopf wollen die Powervolleys auch am heutigen Abend behalten.

Besonders gilt dies für die Annahme, die als erster Mannschaftsteil der Klasse der Berliner standhalten muss. „Wenn wir mit der Annahme die Aufschläge der Gäste entschärfen können, dann sehe ich gute Chancen, Block- und Feldabwehr der erfahrenen und groß gewachsenen Berliner zu überwinden“, sagt Andrei.

Steht die Annahme sicher, dann „können wir dank unserer Zuspieler Jay Blankenau und Jani Sippola unser sehr schnelles unberechenbares Angriffsspiel aufziehen“, erklärt Andrei weiter. Diesen Angriffen der Dürener ist nur schwer beizukommen, denn: „Wir spielen die schnellsten Angriffe in der Bundesliga“, sagt der Dürener Mittelblocker aus Überzeugung. Und so will er mit seinen Mannschaftskameraden den Berlinern das Spiel aufzwingen – auch mit Unterstützung des Publikums. „Ich hoffe doch, dass die Arena bei unserem letzten Hauptrundenheimspiel und gerade gegen diesen Gegner voll sein wird.“

Danach stehen noch die Auswärtspartien bei den Rhein Main Volleys und in Bühl am 5. März an, ehe die Dürener im ersten Play-off-Spiel Mitte März Heimrecht haben – sofern sie mindestens auf Platz vier bleiben.

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