Düren - Sven Anton: „Jede Serie reißt einmal”

Sven Anton: „Jede Serie reißt einmal”

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
Christian Dünnes lässt sich
Christian Dünnes lässt sich auch von drei Friedrichshafener nicht abhalten und punktet für Evivo Düren. Am Mittwoch sie die Angriffskünste des Dürener Mannschaftskapitäns wieder gefragt. Foto: sis

Düren. Die Spieler des deutschen Rekordmeisters haben Respekt. Und zwar vor mindestens einem Volleyball-Element des dreifachen deutschen Vizemeisters: der Blockabwehr. Und sie machen die Stärke am Netz an einem Namen fest: an Stefan Hübner. „Mit ihm ist Düren eine andere Welt”, sagte Stelian Moculescu.

Der Trainer des VfB Friedrichshafen zollt also dem ehemaligen Kapitän der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft großen Respekt. Der Grund liegt auch in der italienischen Vergangenheit des Dürener Mittelblockers: Jenseits der Alpen nannten ihn Fans und Experten „Il Muro”. Die Mauer heißt es übersetzt. Und so ist in einer Presseinformnation des VfB Friedrichshafen zu lesen: „Im Halbfinale wartet die Wand von Düren”.

Das Foto, das der VfB mitschickt, zeigt aber nicht Stefan Hübner. Erfolgreich recken Jaromir Zachrich und Nikolai Kracht dem Friedrichshafener Angreifer Jeroen Trommel ihre abwehrbereiten Hände entgegen. Und deshalb ist es auch folgerichtig, dass Hübner das Lob vom Bodensee an seine Mitstreiter weitergibt: „Man kann nur als Kollektiv dagegenhalten.” Will sagen: Das Zusammenspiel Block und Feldabwehr muss genauso stimmen wie die Aufschläge, wie die Annahme, Zuspiel und Angriff.”

Und eben diesen Kollektiv ist am Dienstagmittag an den Bodensee gereist, um am Mittwoch zu versuchen, eine negative Serie zu beenden: Noch nie hat Evivo in Friedrichshafen gewonnen. „Jede Serie reißt einmal”, versprüht Dürens Trainer Sven Anton Zuversicht. „Wir wollen den ersten Sieg in Friedrichshafen erzwingen. Deshalb fahren wir runter.”

In der Meisterschaftssaison hatte der Coach noch von den leichtesten Begegnungen gesprochen, wenn die Duelle Dürens gegen den Rekordmeister anstanden. Jetzt aber steht der Kräftevergleich im Halbfinale an. Ausscheiden oder Finale: Für ein Team ist die Saison nach spätestens drei Spielen beendet, das andere darf weiter auf den Titel des besten bundesrepublikanischen Teams hoffen.

Dass Dürens Bilanz am Bodensee negativ ist, ärgert Sven Anton zwar, lässt ihn aber nicht - siehe auch oben - nicht vor Ehrfurcht erstarren: „Wir denken überhaupt nicht an unsere Niederlagen beim VfB”, sagt er, „sondern wir schöpfen Zuversicht aus unseren 3:0-Siegen in den vergangenen drei Partien gegen Bottrop und Moers.”

Und auch aus der Art und Weise, wie die Siege errungen wurden. Gegen Bottrop war Evivo drauf und dran, hohe Vorsprünge zu verspielen. In den Viertelfinalbegegnungen gegen den Moerser SC mussten Dürens Volleyball um Kapitän Christian Dünnes teilweise deutlichen Rückständen hinterherlaufen. Doch am Ende standen die Siege ohne Satzverlust: „Diesen Schwung wollen wir mitnehmen in das erste Halbfinale gegen den VfB”, betont Anton, der natürlich weiß, dass auf der anderen Seite des Netz „keine schlechten Volleyballer stehen”. Doch auch das Team von Stelian Moculescu weißt Schwachstellen auf: „Wir müssen auf unsere eigenes Spiel schauen und die Defizite der Häfler nutzen”, fordert Dürens Trainer.

So gilt unter anderem Zweierlei: Dürens Annahme muss auch wie eine Bank stehen. Berüchtigt sind die Aufschläge der Gastgeber in eigener Halle. So mancher Gegner ist an ihnen zerbrochen.

Auf der anderen Seite muss der Gast mit seinen Aufschlägen die VfB-Annahme ins Wanken bringen; denn sonst können Friedrichshafens Zuspieler ihren Kapitän Joao Jose angreifen lassen. Und dann hätte selbst „Il muro” erhebliche Probleme.

Das Halbfinale ist im Internetfernsehen zu schauen

Die Anhänger von Evivo Düren sind treue Seelen: Etliche von ihnen machen sich auf dem Weg an den Bodensee, um das Team im ersten Halbfinale gegen den VfB Friedrichshafen zu unterstützen.

Wer in Dürener Landen geblieben ist und dennoch nicht auf bewegte Bilder verzichten will, kann im Internetfernsehen CPM24.tv ab 20 Uhr verfolgen.

Im Clubheim des Dürener TV wird die Partie auf einer großen Leinwand übertragen.
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