Düren - Sven Anton fordert von den Spielern volle Konzentration

Sven Anton fordert von den Spielern volle Konzentration

Von: Franz Sistemich
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So will ihn Evivos Trainer Sven Anton sehen: Heriberto Quero bei einem seiner gefürchteten Angriffe. Foto: sis

Düren. „Das Leben geht weiter”, sagt Sven Anton. „Wir trainieren weiter und wir werden auch wieder gewinnen.” Der Trainer des Bundesligisten Evivo Düren sagt die beiden Sätze mit der Ruhe eines Mannes, der in seinen vielen Jahren als Volleyballprofi viele Höhe und Tiefen erlebt hat. Das jüngste Tal durchschritt der Coach am vergangenen Samstag bei den Netzhoppers aus Königs Wusterhausen.

Die 0:3-Niederlage gegen die Mannschaft seines Vorgängers als Evivo-Trainer, Mirko Culic, wurmt ihn doch sehr, weil: „Keiner meiner Spieler hat nur annähernd seine Leistung gebracht.”

Da wähnte Dürens Volleyballgemeinde nach der durchwachsenen Hinrunde dank der starken Vorstellung beim Pokal-Aus in Unterhaching, dank des Krimi-Sieges gegen Leipzig und der Gala-Vorstellung in Eltmann Evivo auf dem Weg der Besserung, da folgte prompt die Ernüchterung vor den Toren Berlins.

Doch weitere dürfen nicht folgen, vor allem nicht in den nächsten vier Partien: „Diese müssen wir gewinnen”, gibt Sven Anton als ultimative Marschrichtung vor, will das Team einen guten Rang wie den fünften Platz belegen: „Ihn habe ich noch nicht aufgegeben”, betont der Coach.

Und deshalb verlangt volle Konzentration vor und in dem Spiel, vollen Einsatz gegen die nimmermüden Gäste. Die Forderung gilt besonders für die Angreifer des dreifachen deutschen Vizemeisters. Die ballerten zu viele Angriffe ins Aus: „Als Angreifer sollte man wenigstens das Feld treffen”, kommentierte Anton die Angriffsbemühungen seiner Aktiven bei KW. Gut, wenn man die Fingerkuppen der Mittelblocker versuche anzuschlagen, sie verfehle und der Ball deshalb weit nach hinten ins Aus gehe, könne er ja noch verstehen.

Aber dass Bälle seitlich, auch außerhalb der Antennen, geschlagen würden, ruft bei dem Coach doch Kopfschütteln hervor, zumal sich die Angreifer 14 Tage zuvor in Eltmann in bester Form präsentiert hätten: „Da gönnen wir dem Gegner nur einen Punkt durch einen Angriffsfehler, ein Spiel später unterlaufen uns viel zu viele.” Und deshalb erwartet Anton, dass die Queros und Elsners und Rademachers nicht nur die optimal zugespielten Bälle auch verwerten, sondern auch Zuspiele, die etwas mehr Probleme bereiten.

Denn die Gäste aus dem Osten sind kein Kanonenfutter: Sie schlugen Rekordmeister VfB Friedrichshafen und Generali Haching. Sie stellen sich als kompakte Mannschaft dar, die gerne erstes Tempo spielt und sich so schnell - siehe VfB und Generali - nicht aufgibt.

Also erwartet Sven Anton am Sonntag ein heiß umkämpftes Spiel und davor, Dürrenberg/Spergau auch nur ansatzweise auf die leichte Schulter zu nehmen: „Friedrichshafen und Haching haben das mit Sicherheit gemacht und konnten deshalb nicht siegen.” Deshalb haben die morgigen Gäste auch zwölf Punkte wie Evivo. Damit Spergaus Punktestand nicht wächst, gilt: „Wir haben in dieser Saison noch nichts gerissen. Also müssen wir die nächsten vier Spiele gewinnen und dann auch mal einen Großen besiegen.”
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