Spitzenspiel: Evivo zieht ins Viertelfinale ein

Von: Guido Jansen
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Rüdiger Hein begrüßt den neuen Evivo-Spieler Kamil Kacpzak vor dem gestrigen Spiel in der Arena. Foto: Guido Jansen

Düren. Das ist der größte Erfolg, den Evivo jemals errungen hat: Dürens Volleyballer stehen im Viertelfinale des CEV-Europapokals. Mit einem mehr als deutlichen Sieg haben die Dürener ihre Gäste aus Bukarest aus der Halle gefegt.

25:16, 25:14 und 25:15 lauteten die Satzergebnisse. Den Entscheidungssatz, den „Golden Set”, gewann Düren schließlich mit 15:12.

Damit war Kamil Kacprzaks Wunsch: „Evivo soll gewinnen” vor etwa 1000 Zuschauern in Erfüllung gegangen. Einfluss nehmen konnte der Pole, den die Volleyballer von der Rur vor wenigen Tagen verpflichtet haben, noch nicht. Der Angreifer hat nach seinem kurzfristigen Wechsel noch keine Freigabe. Aber er wollte sicher sein, dass er beim nächsten Europapokal-Auftritt seiner neuen Mannschaft mit dabei ist.

Evivo steigert sich

Dafür musste Evivo zwei Mal gegen Dinamo Bukarest gewinnen: Einmal im ganz normalen Spiel, dann im so genannten Golden Set, dem Entscheidungssatz, der über den Einzug ins Viertelfinale des europäischen CEV-Pokals entscheiden sollte.

Das gelang überaus gut. Evivo konnte sich im Gegensatz zum Hinspiel in Bukarest, dass 2:3 verloren wurde, deutlich steigern. Die Gäste aus Rumänien waren vor allem mit den Dürener Aufschlägen überfordert, die Truppe von Trainer Sven Anton machte dagegen wesentlich weniger Fehler als eine Woche vorher.

Es gab aber noch einen weiteren Grund, warum der 26-Jährige ohnehin nicht hätte spielen können. Die vergangenen beiden Tage hat Kacprzak auf Reisen verbracht. Sonntag kam er aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zurück nach Polen. Zuhause in Lodz angekommen packte er seine Verlobte Magda sowie Bernasennen-Hündin Molly ins Auto und machte sich auf eine Fahrt über 1200 Kilometer verschneite Autobahnen.

„Wir sind ganz schön fertig”, sagte das Paar, als es am Abend in der Arena Kreis Düren zu Gast war, um Kacprzaks neue Mannschaft bei der Arbeit zu beobachten. Gespannt ist der Angreifer, in welcher Volleyball-Welt er in Düren gelandet ist. Bisher kennt der Pole zwei Extreme. Seine Volleyball-verrückte Heimat, in der die Rückschlag-Sportart die Nummer eins noch vor Fußball ist. Volleyball füllt in seiner Heimat die größten Hallen. Bis zum Wochenende dann das andere Extrem: Volleyball in den Emiraten ist ein Privatvergnügen der Super-Reichen. „Da waren dann vielleicht 20 Zuschauer”, schilderte er Eindrücke aus seinem Engagement.

Polen ist Favorit

Für Kamil Kacprzaks Wunsch, dass seine neue Truppe doch eine Runde weiter kommen sollte, gab es noch einen anderen Grund. Denn der 26-Jährige will zurück in seine Heimat - für einen Kurz-Besuch. Nach dem Sieg am Dienstagabend.

Evivo muss bis heute Abend warten, bevor feststeht, wer der Gegner im Viertelfinale ist. Zur Wahl stehen Liga-Rivale SCC Berlin oder die Polen aus Rzeszow. Letztere sind der klare Favorit. „Ich würde mich sehr freuen”, sagte der Mann, der am kommenden Samstag in Friedrichshafen erstmals das Dürener Trikot tragen wird.
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