Schwert statt Ball in der Hand

Von: Guido Jansen
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Düren. Verbissen und verkrampft sind ihm seine Spieler manchmal vorgekommen. Kurz vor dem Finale der Saison hat Sven Anton, der Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren, deswegen eine Sondereinheit auf den Plan gesetzt.

Auf dem Gelände des Privatstalls Schmülgen in Kreuzau saßen die Evivo-Spieler und ihr Trainer erstmals in ihrem Leben auf dem Rücken von Pferden.

„Die Jungs sollten einfach etwas Neues erleben, das sie ein wenig Überwindung kostet und das ihnen Spaß macht”, erklärt der Trainer. Die Berührungsängste waren schnell überwunden, nachdem ihnen die Reitlehrerinnen Angie Mummhardt und Bianca Müller ein paar grundlegende Dinge über die Vierbeiner erzählt hatten. Ein Großteil der Spieler hat im Verlauf der Sonder-Trainingseinheit einige Fortschritte erzielen können. So waren etliche Spieler am Ende in der Lage, ein paar Meter zu reiten, ohne dass das Pferd von den Lehrerinnen geführt werden musste.

Die Krönung des Pferdetrainings: Spieler und Trainer mussten reitenderweise und mit einem Schwert in der Hand einen Gegenstand treffen. Bester Mann bei diesen kleinen Ritterspielen war Spielmacher Ilja Wiederschein. Der Routinier hatte die ihm gestellten Aufgaben am besten gemeistert. Zuerst versenkte er aus dem Sattel einen Volleyball in einer kleinen Tonne. Dann traf er mit dem Schwert. Und am Ende bewegte er sein Pferd sogar in bester Dressur-Manier.

Ob sich die Einheit im Sattel ausgezahlt hat, wird sich am Samstag zeigen. Dann treffen Antons tapfere Reiter am letzten Spieltag vor dem Beginn der Endrunde auf die SG Eltmann. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Arena Kreis Düren. Am Wochenende entscheidet sich auch, auf welchen Gegner Evivo im Viertelfinale der Playoffs trifft. Wenn keine Überraschungen passieren, dann wird das Los der SCC Berlin sein.

Die Ideen nach alternativen Trainingseinheiten sind Anton übrigens noch nicht ausgegangen. „Ich hatte auch überlegt, ob wir nicht Hühner im Morast fangen sollen”, sagt der 38-Jährige. Wie ernst Anton das gemeint hat, wird sich zeigen, wenn die nächste alternative Trainingsmethode ins Haus steht.
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