Schwerin lässt den „Ladies“ keine Chance

Von: rom
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Dominika Valachova
Hatte zumindest nach dem Spiel Grund zur Freude: Aachens Dominika Valachova. Foto: Birkenstock

Aachen. Wenn im Volleyball eine Libera zur wertvollsten Spielerin ihrer Mannschaft gewählt wird, ist das nicht unbedingt ein gutes Zeichen für ihre eigene Zuspielerin und die Offensivabteilung.

Und wenn Dominika Valachova mit ihrer Körpergröße von 1,65 Meter die Auszeichnung neben der besten Schweriner Spielerin – der 1,96 Meter großen Kanadierin Tabitha Love – entgegennimmt, verdeutlicht das auch plakativ die Kräfteverteilung bei der Begegnung in der Volleyball-Bundesliga zwischen dem Tabellenzweiten Schwerin und den „Ladies in Black“, die auf dem zehnten Platz rangieren:

Das Team von SSC-Coach Felix Koslowski – im Nebenjob auch Trainer der Frauen-Nationalmannschaft – benötigte nur etwas mehr als eine Stunde, um gegen die Aachenerinnen vor 1650 Zuschauern als Sieger vom Platz zu gehen. 25:14, 25:12, 25:16 hieß es am Ende für die Hausherrinnen, die keinen Zweifel daran ließen, wer hier als verdienter Sieger vom Platz ging.

„Risiko und große Einsatzbereitschaft“ hatte Aachens Trainer Manuel Hartmann von seinen Spielerinnen gefordert, um gegen den übermächtigen Gegner bestehen zu können. „Wenn wir gegen Schwerin auf Sicherheit spielen, haben wir keine Chance“, hatte der 29-Jährige geahnt, der erneut Mittelblockerin Jule Langgemach den Vorzug vor der wiedergenesenen Simona Kosova für die Startformation gab.

Tatsächlich lagen die Schwerinerinnen im ersten Durchgang schon mit 8:4 vorn, bevor der Aachener Block Akzente setzte und sich die „Ladies“ bis auf einen Punkt herankämpfen konnten. Doch die Spielerinnen des Rekordmeisters zeigten sich nur kurz beeindruckt und stellten sich schnell auf die Aachener „Mauer“ ein. Neben der kanadischen Außenangreiferin Love, die immerhin 14 ihrer 24 Angriffsversuche im Aachener Feld unterbrachte, stellte auch die Amerikanerin Ariel Turner mit 13 Punkten aus 28 Versuchen die Feldverteidigung der „Ladies“ vor riesige Probleme.

Aachens Libera ackerte, rettete, schuftete, doch auf der anderen Seite des Netzes stand die Feldabwehr hervorragend, so dass die Aachenerinnen zu wenig aus ihren Angriffsmöglichkeiten machen konnten.
So brachten auch die drei Auswechslungen, die Aachens Coach unternahm, nicht den gewünschten Erfolg:

Erst kam Außenangreiferin Miroslava Kuciakova für Lene Scheuschner, gegen die fast alle gegnerischen Aufschläge gerichtet waren, dann ersetzte Kosova doch Langgemach, um in Block und Angriff andere Akzente zu setzen. Zuletzt machte noch Zuspielerin Britt Bongaerts, die ein ums andere Mal nach schlechten Annahmen Bekanntschaft mit dem Netz machte, für Silvia Baradel Platz.

Doch die Schwerinerinnen war da schon lange in einen Lauf gekommen und spulten gegen die „Ladies“ ihr spielerisches Potenzial  ab, das den Gästen an diesem Abend keine Chance ließ.

Langgemach (Kosova), Bongaerts (Bara-del), Grozer, Svobodnikova, Crkonova, Scheuschner (Kuciakova), Valachova

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