Aachen - Schlussspurt für die „Ladies in Black“

Schlussspurt für die „Ladies in Black“

Von: Roman Sobierajski
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Überzeugende Angriffshöhe: Aachens Mittelblockerin Jeanine Stoeten setzt sich gegen die Dresdnerin Jennifer Cross durch. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Und dann konnten die Spielerinnen des Dresdner SC am Mittwoch im vorletzten Champions-League-Spiel der Saison doch noch ihren ersten Sieg feiern und mit einem Erfolgserlebnis in die Samstags-Partie der Volleyball-Bundesliga (17.30 Uhr) gegen die „Ladies in Black“Aachen gehen.

Für Aachens Trainerin Saskia van Hintum dürfte weniger der 3:1-Erfolg des nächsten Gegners im Vordergrund stehen –da es für beide Teams um nichts mehr ging, war Jekaterinenburg ohne seine Topspielerinnen und seinen Cheftrainer Nikolai Karpol angereist. Viel spannender dürften für die 46-Jährige in der Vorbereitung die taktischen Umstellungen gewesen sein, die sich DSC-Trainer Alex Waibl für diese Partie einfallen ließ – und die auf den ersten Blick nicht einfach zu entdecken waren: Außenangreiferin Kadie Rolfzen wurde als annehmende Diagonalangreiferin aufgeboten, ihre Zwillingsschwester Amber rutschte von der Diagonalposition in den Mittelblock.

„Wir müssen neue Wege gehen, etwas verändern. Machen wir so weiter wie bisher, werden wir nicht erfolgreich sein“, hatte Waibl seine Lehren aus der peinlichen 0:3-Niederlage beim Köpenicker SC gezogen.

„Mal schauen, ob Dresden gegen uns auch so antreten wird“, sind Aachens Trainerin Saskia van Hintum die Veränderungen durchaus aufgefallen. „Dresden hat 15 Spielerinnen im Kader und somit gibt es viele Möglichkeiten, eine Startformation aufzustellen.“

Auf die leichte Schulter nehmen wird der Dresdner SC die Aachenerinnen sicher nicht: Nach der Niederlage in Köpenick dürften nicht nur die Titelträume geplatzt sein (Schwerin hat drei Spieltage vor Ende der Hauptrunde drei Punkte mehr und eine Partie weniger ausgetragen), auch Platz zwei ist plötzlich gefährdet: Dresden hat aus 20 ausgetragenen Partien 45 Punkte geholt, Stuttgart hat zwar vier Punkte weniger, dafür aber auch erst 18 Begegnungen.

Den „Ladies“, die am Wochenende spielfrei waren und den Lauf aus den Begegnungen gegen Köpenick und Potsdam nicht mitnehmen konnten, steht mit den Partien in Dresden und Münster und dem Saisonfinale gegen Schwerin noch ein ambitioniertes Restprogramm bevor, was der Trainerin aber eigentlich ganz recht ist: „Vor den Pre-Play-offs ist es für meine Spielerinnen nicht schlecht, vorher gefordert zu werden“, blickt die Niederländerin voraus, mahnt aber an, dass es wichtig ist, sich die Kräfte einzuteilen:

„Nach der Partie in Dresden geht es mittwochs in Münster weiter, dann kommt Schwerin und direkt am folgenden Mittwoch starten die Pre-Play-offs. Das Rückspiel ist nur drei Tage später, und vielleicht ist ja auch noch eine dritte Begegnung nötig, bevor die Play-offs dann starten. Wir müssen darauf achten, dass uns vor den wichtigsten Spielen der Saison nicht die Kräfte ausgehen“, sieht van Hintum noch ein ziemliches Pensum auf ihre Spielerinnen zukommen.

„Unter dem Aspekt ist es kein Nachteil, dass meine Mannschaft eine Woche lang nur trainiert hat. Wir haben gut gearbeitet, der komplette Kader kann die Reise nach Dresden antreten.“

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