Saison ist für Evivo vorbei: Wie gehts weiter?

Von: Guido Jansen
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Zukunft in Düren ungewiss: Jaromir Zachrich (links) und Matthias Böhme. Foto: Jansen

Düren. Die letzten Momente der Saison waren bewegend. Bewegend, weil das Publikum sich von den Sitzplätzen erhob und kräftig klatschte. Die Zuschauer in der Arena Kreis Düren verabschiedeten den Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren in die spielfreie Zeit. Denn Evivo hat sich aus der Saison verabschiedet.

Nach dem Hinspiel hat Düren auch die zweite Partie gegen den VfB Friedrichshafen glatt mit 0:3 verloren. Düren scheidet im Viertelfinale aus, hat die Saison als Siebter beendet und tritt deswegen in der kommenden Saison in keinem internationalen Wettbewerb an. Von wem sich das Publikum endgültig verabschiedet hat, steht noch gar nicht fest. Das wissen weder die Fans, in den meisten Fällen sogar die Spieler nicht.

Gespräche seitens der Vereinsführung hat es noch keine gegeben. Hauptsponsor und Gesellschafter Erich Peterhoff und Geschäftsführer Rüdiger Hein haben bekanntlich angekündigt, nach der Saison alles und jeden auf den Prüfstand zu stellen. Damit steht eines fest: Der Trainerstuhl wackelt so stark wie nie zuvor. Die Aussage, alles auf den Prüfstand stellen zu wollen, bezog sich auch auf die Frage nach Söhnke Hinz und seinem Vertrag für weitere zwei Jahre.

Ein klares Bekenntnis pro Trainer klingt anders. Allerdings darf Düren hier nicht mit den im Sport üblichen Maßstäben gemessen werden. In der Fußball-Bundesliga würden solche Aussagen bedeuten, dass ein Trainer bald seinen Hut nehmen muss. In Düren ist das Verfahren, etwas auf den Prüfstand zu stellen, tatsächlich ergebnisoffen. Vier Spieler haben einen gültigen Vertrag für die kommende Saison.

Das sind Tim Elsner, Merten Krüger, Georg Klein und Christian Fromm. Möglich ist allerdings, dass aus dem Kader nur drei Spieler übrig bleiben. Denn Fromm hat eine Ausstiegsoption. Dass er diese zieht, erscheint möglich. Zumindest wird er abwarten, welchen Kurs Düren für die kommende Spielzeit einschlägt. Alle übrigen Verträge laufen aus. Und derzeit ist wahrscheinlich, dass von den acht Spielern mit auslaufendem Vertrag nur der kleinere Teil übrig bleibt.

Evivo muss umbauen, wenn die Mannschaft nicht dauerhaft in der unteren Tabellenhälfte spielen will. Mehr Routine muss her. Dieser Maßgabe könnte der größere Teil der jungen, unerfahrenen Spieler zum Opfer fallen. Damit deutet sich zum vierten Mal in Folge ein großer Umbruch an.

Zum letzten Spiel: Einen Satz lang wurde Düren zu Hause gedemütigt, einen Satz spielte Evivo tollen Volleyball, einen Satz lang war der grundsätzliche Unterschied zwischen beiden Teams zu erkennen. So endeten die Durchgänge 9:25, 24:26, 17:25. Spieler und Trainer beenden die Saison mit gemischten Gefühlen.

Einerseits ist das Gefühl der Unzufriedenheit spürbar. Die Saison ist enttäuschend verlaufen, die Ziele wurden nicht erreicht. Andererseits war die Erleichterung greifbar. Diese Spielzeit hat Kraft gekostet.
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