PTSV Aachen ist bereit für die „Ladies in Black“

Von: rom
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Die „Ladies in Black“ in Aktion. Foto: Guido Jansen

Aachen. Es ist das Grundelement des Volleyballs als Sportart: Ist der Ball über das Netz geschlagen, müssen die Akteure auf der anderen Seite des Spielfeldes schauen, was sie damit anfangen. Nachdem tagelang eine „technische Auszeit“ zwischen den Verantwortlichen der Bundesliga-Volleyballerinnen und dem Vorstand von Alemannia Aachen herrschte, liegt der Ball nun auf Seiten des Vorstandes.

„Wir sind bereit, die Volleyballerinnen beim PTSV Aachen aufzunehmen“, bestätigte der PTSV-Vorsitzende Dr. Frank Schidlowski auf Anfrage. „Natürlich müssen wir noch mit dem Alemannia-Präsidium sprechen.“ Die Zustimmung des abgebenden Vereins ist notwendig für die sogenannte „Spielrechtsübertragung“, bei der (mindestens) vier Spielerinnen aus dem aktuellen Kader den Verein wechseln müssen.

Der „Spielrechtsübergang“, bei dem ohne Zustimmung der Alemannia 75 Prozent der Spielpass-Inhaber der Abteilung den Verein wechseln müssen, ist angesichts der knappen Zeit illusorisch. Bis zum 1. April muss der Lizenzantrag bei der Deutschen Volleyball-Liga vorliegen.

„Als sich die Probleme bei der Alemannia abzeichneten, stellte sich für uns als zweitgrößtem Verein in Aachen mit über 2000 Mitgliedern zwangsläufig die Frage, ob wir uns zur Verfügung stellen“, erklärt Schidlowski. Ein mögliches finanzielles Risiko müsse geklärt und vertraglich ausgeschlossen werden. „Wir wollen unseren Verein ja nicht kaputt machen.“ Dafür sieht Schidlowski allerdings gute Chancen. Ironie am Rande: Der Rechtsanwalt ist in der Kanzlei tätig, die in einem Gutachten für Alemannia Aachen genau auf diese finanziellen Risiken hingewiesen hat, was letztlich zur bevorstehenden Trennung führte.

Wie tief der Graben mittlerweile ist, zeigt die Einlassung von Ralph Kranzhoff, zuständig für Marketing und Sponsoring der Volleyballerinnen: „Wir freuen uns darüber, bei einem gut geführten Verein unterzukommen, wie es ihn in Aachen kein zweites Mal gibt.“

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