Prolingheuer macht für die Powervolleys den Unterschied

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Er kam, sah und siegte: Marvin Prolingheuer (l.) brachte sein Team in Lüneburg auf die Siegerstraße. Foto: Jansen

Lüneburg/Düren. Wie schon am Spieltag zuvor haben die SWD Powervolleys Düren auch am Samstagabend nicht den Zaubervolleyball der vergangenen Monate gespielt. Im Gegensatz zur enttäuschenden Heimniederlage gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen hat Düren dennoch gewonnen.

Und das auf durch und durch überzeugende Weise – auswärts beim vermeintlich größten Angstgegner, der SVG Lüneburg. Der Unterschied zum Spiel sechs Tage vorher: Die Powervolleys haben beim 3:1 (25:22, 18:25, 25:19, 25:23) in Lüneburg mit schier unbändiger Energie gespielt. „Ein Unterschied wie Tag und Nacht im Vergleich zur Vorwoche“, sagte Mittelblocker Michael Andrei über das Auftreten des Teams.

Düren zementiert damit Platz vier in der Tabelle der Volleyball-Bundesliga, die letzte Position, die im Viertelfinale einen Heimvorteil bedeutet. Denn Lüneburg, Fünfter und damit höchstwahrscheinlich erneut Gegner im Achtelfinale, hat drei Spieltage vor Schluss sieben Punkte Rückstand auf die Powervolleys.

Einen Tick besser – eigentlich

„Wir haben aus der Niederlage gegen die Netzhoppers viel gelernt. Nämlich dass wir immer wie verrückt kämpfen müssen. Dann passieren am Ende gute Dinge“, sagte Trainer Tommi Tiilikainen. Beispielsweise die zweite Heimniederlage der Lüneburger in der gesamten Saison. Der ehemalige Dürener Spieler und heutige SVG-Trainer Stefan Hübner dürfte mit dem Kopf geschüttelt haben, als er die Spielstatistik betrachtet und sich gefragt hat, warum sein Team verloren hat.

In fast jedem Element war Lüneburg einen Tick besser: Aufschlag, Block, Annahme, Angriff. Außerdem war es den Lüneburgern gelungen, das schnelle Spiel zu zerstören, das die Powervolleys so lieben. Hübners Team schlug stark auf, Dürens Spielaufbau lief deswegen nicht rund, die Angriffe landeten vor allem in Satz zwei oft im Aus oder im Block. Hübners Taktik ging auf – im ersten Satz fast, im zweiten komplett.

Düren gewann dennoch, weil Tiilikainen im zweiten Durchgang vom rasant schnellen, aber in Lüneburg zu fehleranfälligen Spiel auf eine langsamere, sichere und wuchtigere Weise umstellte. Kurz: Düren hat erstmals in dieser Saison konventionell gespielt. „Uns hat das Spiel gezeigt, dass wir auf verschiedene Arten gewinnen können“, sagte Tiilikainen.

Die Einwechslung von Marvin Prolingheuer im Angriff und Jani Sippola im Zuspiel machte Düren zwar ausrechenbarer, brachte dem Team aber neue Energie. Prolingheuer war auch die Ursache für den einzigen Unterschied in der Statistik zu Dürener Gunsten: Die Powervolleys hatten deutlich mehr Chancen zum Gegenangriff und nutzten prozentual mehr dieser Möglichkeiten. Und das war spielentscheidend. „Jani und Marvin haben gezeigt, dass jeder in unserem Team wichtig ist und dass jeder den Unterschied ausmachen kann“, sagte Tiilikainen.

Der Trainer brachte den später zum wichtigsten Spieler gewählten Prolingheuer in Satz zwei, als der Rückstand groß war. Der Angriff funktionierte schnell, allerdings zu spät für diesen Durchgang. Mitte des dritten Satzes hatte er auch seinen Aufschlag gefunden. Mit Prolingheuer am Aufschlag zog Düren auf 16:11 davon.

„Bereit für die nächste Show“

Und in Satz vier war es ein Gegenangriff des 26-Jährigen, der Düren den vorentscheidenden 23:21-Vorsprung brachte. „Bei uns ist jeder Spieler wichtig. Das ist keine Floskel, sondern eine Tatsache“, sagte Andrei und fügte mit Blick auf das Heimspiel gegen Meister Berlin am Samstag hinzu: „Wir sind bereit für die nächste Show.“

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