Powervolleys zufrieden trotz Niederlage

Von: Peter Leuchter
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Berliner Mauer: Jan Philipp Marks scheitert am Block der Gastgeber. Foto: sport/contrast

Berlin/Düren. Paradox! 0:3 verloren – und trotzdem kehrten die Powervolleys Düren zufrieden mit sich und ihrem Auftritt bei den Berlin Volleys an die Rur zurück. 21:25, 22:25, 20:25 lauteten die Satzergebnisse.

„Damit haben wir uns in Berlin besser verkauft als der VfB Friedrichshafen in der vorigen Woche zu Hause gegen die Berliner“, freute sich Kapitän Jaromir Zachrich über den Achtungserfolg. Düren damit nach dem fünften Spieltag auf Rang drei der Volleyball-Bundesliga

Von Beginn an wollten die Berlin Volleys offenbar die These des Dürener Trainers Anton Brams bestätigen, dass sie das derzeit beste deutsche Volleyball-Team sind. Kapitän Robert Kromm nutzte beim Aufschlag die Hebelwirkung seiner 212 Zentimeter Körpergröße optimal aus – 6:3 lagen die Gastgeber vorn.

Düren wehrte sich und kämpfte um den Anschluss. Der gelang nach einem Zachrich-Block und einem Ass von Bas von Bemmelen zum 12:13. Auch Sebastian Gevert streute ein Ass ein – zum 18:20. Berlin konnte aber immer noch eine Schippe drauflegen und Düren auf Distanz halten. Diese spielerische – aber auch mentale –Stärke ist die Basis für den derzeitigen Höhenflug der Hauptstädter. Wenn es eng wird, schaltet die Mannschaft einfach einen Gang höher.

Das musste sie auch. Denn die Dürener waren nicht gewillt, nur den Sparringspartner zu geben. Vor allem Jan-Philip Marks war in der Attacke grellig und an diesem Samstagabend Dürens erfolgreichster Angreifer. Von Bemmelen und Matt West wuchteten zudem gefährliche Aufschläge übers Netz. Erst zum 16:16 konnten die Berliner im zweiten Satz ausgleichen – und davonziehen. Mit einem Aufschlagfehler sorgten die Dürener selbst dafür, dass auch dieser Durchgang ging verloren.

Zu Beginn des dritten Satzes wechselte die Führung ständig. Bis Robert Kromm zeigte, dass er auch Flatteraufschläge beherrscht. Wie schon in Lüneburg wackelte Dürens Annahme. Berlin führte 14:10. Diagonalangreifer Paul Carroll schraubte den Vorsprung auf 18:12 hoch.

Düren schüttelte sich, Düren kam zurück. Sebastian Gevert packte im Aufschlag seine linke Klebe aus – Düren glich zum 18:18 aus. Die aufkeimende Hoffnung auf einen Teilerfolg erledigte sich leider schnell. Die Berlin Volleys erhöhten vor allem im Angriff den Druck. Gleich der erste Matchball saß.

Anton Brams war trotzdem zufrieden: „Berlin musste viel abrufen, um uns zu schlagen. Immer dann, wenn wir viel Risiko im Aufschlag gegangen sind und so Druck aufbauen konnten, haben wir ihnen Probleme bereitet. Das ist uns häufig gelungen, aber leider nicht immer.“

Schon am Mittwoch steht das Rückspiel in der ersten Runde des Europapokals in Lyon auf dem Programm. Stand Sonntagnachmittag: Das Spiel wird trotz der Anschlage in Paris stattfinden. Das Hinspiel hatte Düren 3:0 gewonnen.

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