Düren - Powervolleys wollen „als Mannschaft das Steuer rumreißen“

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Powervolleys wollen „als Mannschaft das Steuer rumreißen“

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Redebedarf: Die Powervolleys Düren haben beim Spiel gegen die United Volleys Rhein-Main eine desolate Vorstellung abgegeben. Jetzt hat die Mannschaft von Trainer Anton Brams (Mitte) eine Woche Zeit, um wieder zu alter Form zurückzufinden. Foto: Kinkel

Düren. Von Katerstimmung möchte Jaromir Zachrich nicht sprechen. Trotzdem ist der Spielführer der SWD Powervolleys Düren mit der Leistung seiner Mannschaft gegen die United Volleys Rhein-Main am Mittwochabend in der Arena Kreis Düren alles andere als zufrieden.

„Wir haben es nicht geschafft, Volleyball zu spielen“, sagt Zachrich. „Das muss man einfach so sagen.“

Im Duell der Verfolger in der Volleyball-Bundesliga setzte es für Düren eine klare 0:3-Heimniederlage gegen den Dritten United Volleys. 15:25, 15:25, 16:25 lauteten die Satzergebnisse. Zachrich: „Wir haben sehr gut angefangen, unsere Taktik hat funktioniert. Deswegen war ich auch zu Beginn des Spiels eigentlich sehr zuversichtlich.“

Beim Stand vom 8:5 im ersten Satz sei es dann zu einem unerklärlichen Bruch gekommen. „Danach ist uns nichts mehr gelungen.“ Zachrich hat Recht. Die Mannschaft produzierte ungewohnt viele Fehler, die Gäste aus Frankfurt spielte dagegen fast fehlerfrei, hat gut aufgeschlagen und stark geblockt.

„Wir haben nach dem Spiel lange zusammen gesessen und geredet“, sagt Zachrich. „Es ist wichtig, dass wir uns aus diesem Tief jetzt möglichst schnell wieder herausarbeiten.“ Seine Mannschaft, ergänzt er, müsse wieder lernen, die einfachen Dinge im Volleyball zu lernen. „Vielleicht hilft uns die Woche Pause bis zum nächsten Spiel. Wir müssen an grundsätzlichen Dingen richtig arbeiten und nicht nur Symptome bekämpfen.“

Enorme Belastung

Das sieht Trainer Anton Brams ganz ähnlich. „Die Belastung meiner Mannschaft war in den vergangenen Wochen sehr hoch. Wir hatten fünfeinhalb Wochen hintereinander immer mittwochs und samstags ein Spiel.“ Darüber hinaus hätten fünf Spieler an einem grippalen Infekt laboriert. Dennis Barthel habe sich im Spiel eine Muskelzerrung zugezogen und hätte passen müssen. Brams: „Es war für uns mental sehr schwer, gegen diese vielen ungünstigen Faktoren anzukämpfen. Die Körper der Spieler haben einfach Nein gesagt.“

Brams glaubt nicht, dass die beiden deutlichen Niederlagen der Powervolleys gegen den TV Rottenburg und gegen die Rhein-Main-Volleys besorgniserregend sind. „Rottenburg stand mit dem Rücken zur Wand, die hatten einfach nichts zu verlieren“, sagt Brams. „Die haben vor voll besetzter Halle voll angegriffen. Dem hatten wir leider nur wenige entgegenzusetzen. Und die United Volleys sind einfach eine starke Mannschaft.“

Trotzdem seien die Niederlagen ein Warnzeichen, das man ernstnehmen müsse. „Glück und Pech spielen im Sport immer eine Rolle“, sagt Brams. „Und solche Phasen, wie wir sie jetzt erleben, gibt es im Sport immer. Glück und Pech spielen halt auch eine Rolle. Nur kommt der Zeitpunkt dieser kleinen Abwärtsspirale für uns leider denkbar ungünstig.“

Vor dem Beginn der Play-offs haben die Dürener Volleyballer noch drei reguläre Spiele, und es gilt, unbedingt vierten Tabellenplatz zu halten.“ Nach einem freien Tag trainiert das Team heute wieder. „Eine Woche Pause ist nicht viel“, sagt Brams. „Mir wäre es natürlich lieber gewesen, wenn das nächste Heimspiel erst am kommenden Samstag stattgefunden hätte. Bis Mittwoch werden nicht alle Spieler wieder gesund sein.“ Trotzdem hofft Brams in eigener Halle wieder auf einen Sieg. „Es wird hart, weil Coburg/Grub ein starker Gegner ist.“ Der VfB Friedrichshafen habe den Tabellenachten zu Hause erst in fünf Sätzen bezwungen.

Brams will die Pause bis zum nächsten Spiel für viele Gespräche mit seiner Mannschaft nutzen und hofft, dass ihm sein Psychologiestudium dabei nützlich sein wird. „Wir haben schon intensiv gesprochen, und ich habe viele positive Rückmeldungen von den Jungs bekommen. Ich hoffe wirklich, dass es hilft. Wir können nur zusammen als Mannschaft das Steuer rumreißen.“

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