Düren - Powervolleys verwandeln Arena Kreis Düren in ein Tollhaus

Powervolleys verwandeln Arena Kreis Düren in ein Tollhaus

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Der Block sitzt: Dürens überragender Spieler Sebastian Gevert (rechts) lässt Rottenburgs Dirk Mehlberg keine Chance.

Düren. Das letzte Aufgebot der SWD Powervolleys wuchs über sich hinaus. Und 2000 Zuschauer in der Arena Kreis Düren verwandelten am Samstagabend die Heimstätte des Erstligisten in ein Tollhaus, um ihr dezimiertes Team im ersten Viertelfinalspiel gegen den TV Rottenburg zu unterstützen. Es half.

3:0 bezwangen die Dürener den TVR. Mit 25:17 und 25:23 gingen die ersten Sätze an die Hausherren. Und dann explodierte die Halle im dritten Satz: Zuerst blockte Dürens Außenangreifer Matthias Pompe nach einem irren Ballwechsel zum 23:21. Dann schmetterte Mittelblocker Jaromir Zachrich den Ball über die Mitte zum 24:23 und zum ersten Matchball. Und es war dem besten Spieler vorbehalten, Fans, Trainer und Spieler aus der Kreisstadt in einen Freudentaumel zu versetzen: Sebastian Gevert, der Diagonalangreifer, hämmerte das Spielgerät in das Feld zum 25:23. Der Jubel nahm kein Ende mehr.

Einige Hiobsbotschaften

„Wir haben in dieser Saison schon so viele Schläge einstecken müssen“, sagte Matthias Pompe, der Routinier, „da haben uns die Ereignisse der letzten Tage nicht umgeworfen, sondern noch mehr zusammengeschweißt und uns zu diesem emotionalen Kraftakt getrieben.“ In den letzten Tagen hatten sich die Hiobsbotschaften beim Tabellendritten gehäuft. Mit der Folge: Mittelblocker Georg Klein fehlte wegen einer Blutvergiftung.

Außenangreifer Jan Philipp Marks musste wegen eines Bänderrisses passen (er wurde nur für einen Aufschlag eingewechselt). Und da Oskar Klingner ebenfalls mit einem Bänderriss schon seit Wochen ausfällt, standen Dürens Trainer Michael Mücke, dessen Zukunft bei den Rheinländern ungewiss ist, nur neun einsatzfähige Spieler zur Verfügung. Wobei: Jaromir Zachrich, der Kapitän, bestritt sein erstes Spiel überhaupt seit Ende Dezember.

Doch von Anfang an merkte man nichts von einer Schwächung. Und spätestes als Dürens Eigengewächs Dennis Barthel zum 6:6 blockte, ging ein Ruck durch Dürens Formation und die Fans. Nach dem 11:10 spielte sich der Gastgeber in einen Rausch: 25:17.

Den zweiten Satz schien Düren auch für sich mit mehreren Punkten Vorsprung entscheiden zu können. Aber: Die Rottenburger glichen zum 21:21 aus. Pompe und Gevert behielten die Nerven bei ihren Angriffen und sicherten die 2:0-Führung. Nervosität kennzeichnete die Anfangsphase des dritten Satzes: Die ersten sechs Punkte entsprangen fünf Fehlern. In diesem hart umkämpften Abschnitt lag Düren zwar in der Regel vorn, aber Rottenburg gab nicht auf – bis, ja bis Pompe blockte.

Der Routinier gestand Minuten nach dem Spiel und lachte dabei: „Was bin ich froh, dass wir 3:0 gewonnen haben. Nach der dreiwöchigen Pause sind wir jetzt etwas groggy.“ Dem jüngsten Spieler war davon nichts anzumerken: „Ich bin voller Adrenalin, ich weiß nicht, wann ich heute einschlafen kann“, sagte Dennis Barthel.

Zum ersten Mal stand der Annahmespieler und angehende Abiturient in der Startformation: „Es ist ein Supergefühl, vor unseren Fans spielen und das erste Play-off-Spiel gewinnen zu können“, freute er sich. Mücke lobte seinen Youngster: „Auf Dennis ist immer Verlass, wenn er gebraucht wird.“ Vielleicht schon wieder kommenden Samstag beim Rückspiel.

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