Powervolleys unterliegen dem Spitzenreiter aus Berlin

Von: Franz Sistemich
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Nicht immer stand Dürens Block so gut: (v.l.) Sebastian Gevert, Bas van Bemmelen und Matthias Pompe gegen Berlins Angreifer Paul Carroll. Foto: Guido Jansen

Düren. Als Dürens Diagonalangreifer Sebastian Gevert am Mittwochabend im ersten Satz beim Stand von 11:10 für die SWD Powervolleys zum Aufschlag schritt, mag Berlins Trainer an die fulminante Aufschlagserie des Deutsch-Chilenen gegen den TSV Herrsching gedacht haben.

Und als dann noch sein Diagonalangreifer Paul Carroll den Ball ins Aus schmetterte, nahm Roberto Serniotti eine Auszeit. Mit Erfolg: Die Berlin Recycling Volleys drehten den Satz, zogen auf 19:14 davon. Nach 22 Minuten hatte der Tabellenführer den Abschnitt denn auch gewonnen. Und nach 73:29 Spielminuten durften die Berliner mit dem 3:0 (25:20, 29:27, 25:20) drei Punkte mit an die Spree nehmen.

Satz 1 mussten die Hausherren auch abgeben, weil ihr Bock gegen die Berliner keinen einzigen Punkt machte. Waren die hochgereckten Arme Partien oft genug Garant für Punkte oder erfolgreiche Abwehrarbeit, so stellte sich der Erfolg per Block diesmal erst im zweiten Abschnitt ein.

Drei Blocks hintereinander führten zur 11:9-Führung. Zuvor hatte ein Großteil der 1400 Zuschauer das Schiedsrichtergespann ausgepfiffen. Denn in mehreren kritischen Situationen entschieden sie pro Berlin.

Pfiffe gegen die Schiedsrichter

Dies irritierte die Gastgeber zunächst nicht. Sie bauten den Vorsprung auf 20:16 aus. Der Ausgleich nach Sätzen lag nahe, aber: In den letzten Minuten des zweiten Abschnittes schlichen sich Unsicherheiten bei den Gastgebern ein. Dennoch hatte Düren Satzball. Aber wieder entschied der Schiedsrichter beim Stand von 26:25 für Düren gegen die Hausherren. Die reklamierten nach Geverts Angriff Ballberührung durch Berlins Block.

Die Schiedsrichter sahen den Ball einfach nur im Aus. Die Zuschauer steigerten die Lautstärke des Pfeifkonzerts. Düren hatte dennoch wieder einen Satzball. Dann aber bekam des Gastgebers Annahme die Aufschläge nicht unter Kontrolle. Berlin gewann Satz zwei 29:27.

„Wir mussten den Satz dennoch machen“, ärgerte sich Außenangreifer Matthias Pompe über den Satzverlust. „Wir hatten unsere Satzbälle. Wir haben dann aber unglückliche Entscheidungen getroffen – auch ich.“ Mit seinem Frust war Pompe nicht allein. Anton Brams, sein Coach, ärgerte sich auch über Schiedsrichterentscheidungen und vergebene Satzbälle: „Schade, dass wir nicht den vierten Abschnitt erreicht haben.“

Denn auch Satz drei ging verloren. Düren legte vor, Berlin glich aus, baute den Vorsprung aus. Die Gastgeber punkteten zwar mit brutalen Einerblocks von Zuspieler Shibo Yu und dem Mittelblocker Rudy Verhoeff, der Primus zog aber sein Spiel durch.

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