Powervolleys-Sieg gegen den Favoriten aus Bühl

Von: jan
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Topscorer: Marvin Prolingheuer bejubelt einen seiner 28 Punkte im Spiel gegen Bühl. Foto: Jansen

Düren. Die Dürener Powervolleys haben sich in nach dem enttäuschenden Ausscheiden im Pokal-Viertelfinale eindrucksvoll zurückgemeldet. Am vierten Spieltag der Volleyball-Bundesliga hat Düren den in der Bundesliga als Favoriten gehandelten TV Ingersoll Bühl nach fast zweieinhalb Stunden Kampf mit 3:2 geschlagen.

Jaromir Zachrich hatte seinen Aufschlag gerade erst geschlagen, der Kapitän der Dürener Powervolleys konnte noch gar nicht wissen, welchen Effekt sein Service haben würde. Und trotzdem rief Zachrich laut: „Now is the time“, jetzt ist der Moment. Er hatte das Gefühl, dass ihm dieser Aufschlag beim Stande von 5:4 im Tiebreak der Volleyball-Bundesliga-Partie seiner Dürener gegen den TV Ingersoll Bühl gut von der Hand gegangen war.

Er sollte Recht behalten: Bühls Spielaufbau wackelte nach seinem Aufschlag, der nächste Angriff des Gegners flog ins Aus. Der Moment war gekommen, in dem Zachrich und seine Mitspieler die als Mitfavoriten in die Saison gestarteten Bühler nach über zwei Stunden hartem Kampf völlig auseinanderpflücken sollten. 3:2 haben die Powervolleys das Heimspiel gewonnen, 25:16, 20:25, 20:25, 25:20, 15:5 lauteten die Sätze vor 1300 am Ende restlos begeisterten Zuschauern in der Arena Kreis Düren. Bühl steht nach einem ähnlich schweren Auftaktprogramm wie Düren mit einem Sieg aus vier Spielen da, Düren hat derer drei auf dem Konto.

Acht Aufschläge mit Wirkung schickte der Dürener Kapitän in diesen Momenten im Tiebreak in Richtung Bühl, erst beim neunten konnten die Gäste ihren nächsten Punkt einfahren, als Zachrichs Service im Aus landete. Grund zum Jubeln hatte Bühl da keinen mehr, denn Düren führte 13:5, der Tiebreak und damit das Spiel waren zu Dürener Gunsten entschieden. Diese Aufschläge hatten es Düren ermöglicht, entweder im Block zuzupacken oder mit der Abwehr selbst Gegenangriffe vorzubereiten, die vor allem Marvin Prolingheuer und Romans Sauss am Ende der Partie alle verwandelten. „So macht das ein Kapitän“, sagte Trainer Tommi Tiilikainen. Denn Zachrich gestaltete nicht nur den Tiebreak entscheidend mit. Er kam im dritten Satz für Michael Andrei im Mittelblock auf das Feld und trug mit Block und Aufschlag dazu bei, dass Düren auf die Straße zum Sieg zurückkehrte.

„Wir hatten die gesamte Partie über unsere Chancen“, schilderte Tiilikainen. „In den Sätzen zwei und drei haben wir sie einfach nicht genutzt.“ Außerdem waren die Gäste besser geworden, nachdem sie zu Beginn kräftig unter die Räder geraten waren. „Im ersten Satz haben sie ungewöhnlich viele Fehler gemacht. Dass das nicht so bleiben würde, war klar angesichts der hohen Qualität, die sie im Kader haben“, erklärte Zachrich.

Das Widersinnige aus Dürener Sicht: Bühls Idee, den Dürener Finnen Tomi Rumpunen mit Aufschlägen zu knacken, hatte nicht funktioniert. Rumpunen war das Ziel von Zweidrittel aller Aufschläge, und er hielt Stand. Trotzdem hatte Düren im Angriff Ladehemmungen, nur Prolingheuer konnte sich konstant im Angriff durchsetzen. „Vielleicht hat uns das bittere Ausscheiden im Pokal-Viertelfinale noch in den Knochen gesteckt“, mutmaßte Tiilikainen, warum sein Team in Durchgang zwei und drei nur mitspielte.

„Es gibt immer noch Dinge, an denen wir arbeiten müssen. Das ist wieder klar geworden“, sagte der Trainer. „Nach dem 1:2-Satzrückstand hat dann jeder mehr Verantwortung übernommen. Dass wir es schaffen, das Spiel dann noch zu drehen, zeigt, wie stark wir sein können. Wenn wir mit dieser Einstellung weiter arbeiten, dann hat es jeder Gegner schwer gegen uns“, sagte Tiilikainen nicht zum ersten Mal in dieser Saison.

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