Powervolleys: Nicht clever, aber erfolgreich

Von: Franz Sistemich
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Mit vereinten Kräften: Marvin Prolingheuer (von links), Bas van Bemmelen und Matthias Pompe stoppen den Angriff von Rottenburgs Sven Metzger. Foto: Franz Sistemich

Düren. Am Ende des Tages war Anton Brams zufrieden: „Wir wollten 3:0 gewinnen, um Kräfte zu sparen nach den anstrengenden vergangenen Wochen.“ Und das hat ja dann auch geklappt. Der Trainer der Powervolleys Düren freute sich über das 28:26, 27:25 und 25:23 vor 1600 Zuschauern in der Arena Kreis Düren über den TV Rottenburg.

Dass die Bundesliga-Partie trotz des klaren Ergebnisses keine einfache Angelegenheit war, zeigt der knappe Ausgang jedes einzelnen Satzes. Und so befand auch Powervolley-Gesellschafter Erich Peterhoff bei der Ehrung der wertvollsten Spieler beider Teams: „Der TVR hat seine Sache sehr gut gemacht. Kompliment.“

Die Gäste aus Baden-Württemberg beschäftigten die Hausherren vom ersten Ballwechsel an. Die erste Dürener Führung der Partie sahen die Fans erst beim 14:13. Und als Diagonalangreifer Sebastian Gevert und Außenangreifer Jan-Philipp Marks das 23:20 herausschmetterten, schien der Satzgewinn nur noch zwei Punkte entfernt zu sein. Aber: „Wir haben heute ab und zu nicht so clever gespielt wie sonst“, befand Routinier Matthias Pompe, der vom gegnerischen Trainer zum besten Spieler der Gastgeber bestimmt wurde. Außerdem leisteten sich die Powervolleys im ersten Abschnitt diverse Netzfehler, wie Marks konstatierte. Düren musste folglich in die Verlängerung, um 1:0 nach Sätzen in Führung zu gehen.

Und auch der zweite Durchgang dient als Beispiel für die Ansicht von Matthias Pompe. Die Gastgeber schienen ihn eigentlich im Schnelldurchgang absolvieren zu wollen. 17:9 lagen sie in Führung, als die Rottenburger sich anschickten, mit der „Eichhörnchen-Methode“ Punkt für Punkt zu sammeln. Dies ärgerte auch Außenangreifer Marks: „Das passiert uns noch zu oft, dass wir Führungen wieder hergeben.“ Die Folge: Plötzlich stand es 24:24. Und wieder mussten die Powervolleys mehr als 25 Punkte erzielen, um den Satz für sich zu entscheiden.

Jetzt fehlte nur noch ein Satz, um den Wunsch des Trainers nach einem 3:0-Sieg Realität werden zu lassen. Aber: „Der TVR stellt halt eine kämpferisch starke Mannschaft“, erklärte Anton Brams nüchtern und fuhr fort: „Wir dürfen nie zufrieden sein, auch nicht, wenn wir wie im zweiten Satz 17:9 führen.“ Im dritten Satz lagen die Hausherren auch wegen einer Fehlerserie der Gäste bei den Aufschlägen – sie schenkten Düren auf diese Weise fünf Punkte – 21:16 in Führung.

Doch auch in diesem Durchgang kämpfte sich Rottenburg noch einmal heran, die Gäste gekürzten auf 23:24 aus ihrer Sicht. Doch in diesem Satz reichte den Powervolleys dann der 25. Punkt zum Satz- und in diesem Fall zu Spielgewinn.

Und so befand Anton Brams: „Wir haben 3:0 gewonnen, wir haben drei Punkte. Meine Spieler haben jetzt bis Dienstag frei. Wir haben ein paar Tage Zeit, die Wehwehchen behandeln zu lassen. Und am Dienstag geht es wieder los.“

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