Powervolleys müssen auch in Bühl wieder stark spielen

Von: Franz Sistemich
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Das Hinspiel gewannen Dürens Matt West und Jaromir Zachrich auch, weil sich die Powervolleys gegen den TV Bühl steigerten. Foto: sis

Düren. Ruben Wolochin war außer sich. Der Trainer des TV Ingersoll Bühl fuchtelte mit den Armen, schimpfte heftig und trat gegen den Tisch des Hallensprechers. Im Hinspiel bei den SWD Powervolleys regte sich der Coach über Dürener Zuschauer auf.

Die hatten einen Ball, der in ihre Reihen sprang, zurückgespielt, obwohl ein Bühler Volleyballer noch hinter dem Spielgerät herlief. Er hätte den Ball wohl kaum noch erreicht, die Bühler waren aber aufgebracht. Und sie regten sich außerdem über Schiedsrichterentscheidungen auf. Strittige Szenen legten die Schiedsrichter zugunsten der Dürener aus, schimpften sie.

Die Rheinländer gewannen das Hinspiel der Bundesligasaison 3:1 dank einer Leistungssteigerung. Und ihr Libero Blair Bann frohlockte: „Das war ein enorm wichtiges Spiel auf dem Weg, unsere Identität als Mannschaft zu finden.“ Speziell im zweiten und dritten Satz senkten die Rheinländer ihre Fehlerquote, bauten Druck und Emotionen auf, fanden zu ihrem Spiel und sicherten sich zurecht die drei Punkte.

Auf dem richtigen Weg

Gewiss, auf dem Findungsweg mussten die Dürener Schlaglöcher passieren – 0:3 bei Aufsteiger United Volleys oder das Pokalaus in Lüneburg –, der Achtelfinaleinzug im CEV-Pokal scheint aber zu zeigen: Düren befindet sich unter seinem neuen Trainer Anton Brams auf dem richtigen Weg. Die Formkurve zeigt vor dem Auswärtsspiel in Bühl (Anpfiff: Samstag, 20 Uhr) nach oben.

Doch auch die Bühler haben sich nach schwachem Start gesteigert. Immerhin bezwangen sie jüngst den VfB Friedrichshafen und düpierten auch die VSG Lüneburg. Sie warfen den Pokalfinalisten der abgelaufenen Saison aus dem Wettbewerb, spielen nun selbst das Finale, das erstmals in der SAP-Arena in Mannheim ausgetragen wird.

Und so werden beide Teams mit einem guten Gefühl antreten. Und da ein gutes Gefühl alleine nicht reicht, um zu siegen, muss eine starke Leistung auch her. So wäre es nicht schlecht, wenn die Powervolleys nahtlos an die Darbietung in Budweis anknüpfen könnten.

Ein Gewinn von zwei oder besser drei Punkten wäre nicht schlecht: Düren würde den Vorsprung auf einen direkten Konkurrenten im Rennen um die bestmögliche Ausgangsposition für die Play-off-Plätze vergrößern.

Es bleibt aber die Frage: Wie verkraften die Rheinländer, die nur auf Mittelblocker Oskar Klingner verzichten müssen, die aktuellen Reisestrapazen?

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