Powervolleys: Klare Sache, aber Steigerung ist nötig

Von: Franz Sistemich
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3:0 zu Hause: Dennis Barthel (rechts) und die Dürener Powervolleys schlagen den TV Rottenburg. Foto: Guido Jansen

Düren. Hochkonzentriert sein und Spaß haben: Beim deutlichen 3:0 über den TV Rottenburg paarten die Hausherren der Powervolleys Düren am Sonntagabend vor rund 1400 Zuschauern über weite Strecken der Begegnung Spielfreude und absolute Fokussierung auf ihre eigenen Stärken.

So stellte das 25:14, 25:19 und 27:25 des Volleyball-Bundesligisten im Endeffekt einen deutlichen Sieg dar, auch wenn Trainer Tommi Tiilikainen nicht ganz zufrieden war: „Wir müssen uns steigern, wenn wir am Ende das Finale spielen wollen.“

Der erste Satz war eine Demonstration Dürener Heimstärke. Bei der ersten Auszeit führten die ersatzgeschwächten Hausherren bereits mit 8:3. Und sie ließen sich auf dem Weg zum ersten Satzgewinn im ersten Heimspiel des Jahres nicht abbringen. Kein Wunder, dass die Jubelszenen der Powervolleys denen der Rottenburger nicht nur von der Anzahl, sondern auch von der Intensität her überlegen waren. 25:14 lautete das Satzergebnis, auch weil Düren seine emotionalen Tugenden in die Waagschale warf: Libero Blair Bann erwischte einen schier aussichtslosen Ball, Mittelblocker Jaromir Zachrich punktete zum 24:14, ließ sich auch den 25. Zähler nicht nehmen.

Wie sehr sich Volleyballer freuen können, zeigte auch Dürens Mittelblocker Michael Andrei. Der düpierte Rottenburg mit einem Ass zum 9:7 und drehte eine Ehrenrunde. Düren baute den Vorsprung aus, leistete sich dann eine schwächere Phase, als der TVR auf 15:16 verkürzte. Dürens Block packte aber wieder zu, und die Powervolleys-Angreifer waren auch dank des überragenden Zuspiels von Jay Blankenau nicht mehr zu stoppen. Dürens zweiter Zuspieler Jani Sippola, für Außenangreifer Tomi Rumpunnen eingewechselt, vollendete mit seinen Aufschlägen das Werk im zweiten Satz.

In Abschnitt 3 hatten die Hausherren dann aber zu kämpfen. Das hatte zwei Gründe: Rottenburg erklärte seinen etatmäßigen Libero, den die Dürener als Schwachpunkt ausgemacht hatten, für spielunfähig und wechselte einen Annahmeakteur als Libero ein. Außerdem leistete sich Düren in der Anfangsphase Fehler. Folglich lagen die Gäste teilweise mit mehreren Punkten vorne.

Dennoch ließen sich die Hausherren nicht vom Erfolgsweg abbringen, gestatteten den Gästen keinen Satzball, freuten sich über Rottenburger Fehler und das 27:25. So sagte denn auch Mittelblocker Michael Andrei: „Wir haben zwar Geschenke im dritten Satz gemacht, aber wir haben dem TVR mit guter Block- und Feldabwehr und mit guten Abwehrleistungen immer wieder Probleme bereitet und mit unseren Angriffen die notwendigen Punkte gemacht.“

Bereits am Mittwoch erwartet Düren um 18 Uhr Aufsteiger Solingen.

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