Powervolleys kassieren überraschende Heimniederlage

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
13959115.jpg
Der Block gegen die jungen Berliner steht: Marvin Proligheuer (von links), Michael Andrei und Tomi Rumpunen packen zu. Foto: Guido Jansen

Düren. Es hätte der Sprung auf Platz zwei für die SWD Powervolleys Düren sein können, als Lohn dafür, dass die Mannschaft trotz enormer Verletzungsprobleme vier Spiele in Folge gewonnen hatte. Aber die Mannschaft von Dürens Ex-Trainer Mirko Culic, die Netzhoppers Solwo Königspark Königs Wusterhausen, spielte da nicht mit.

Sie fügte Düren am Sonntagabend eine ebenso überraschende wie schmerzhafte Niederlage zu. 1:3 unterlagen die Powervolleys; 25:20, 23:25, 22:25, 20:25 lauteten die Satzergebnisse. Statt am Samstag beim Auswärtsspiel in Lüneburg schon Platz vier mit einem Sieg sicherstellen zu können, ist das Rennen um diesen, für die Play-offs aufgrund des Heimvorteils im Viertelfinale so wichtigen Platz wieder komplett offen. Düren bleibt Vierter, die insgeheim erhoffte Augenhöhe mit den drei Mannschaften an der Spitze hat die Mannschaft vorerst verspielt.

„Ich weiß nicht, ob man da die vielen Verletzungsprobleme der vergangenen Wochen als Grund gelten lassen kann“, sagte Dürens Abwehrchef Blair Bann. „Wir haben mit zu wenig Energie gespielt. Und wenn wir das weiter machen, dann wird es schwer, Spiele zu gewinnen.“ Gleichzeitig erkannte er an, dass die Netzhoppers ein enorm starkes Spiel absolviert und Düren damit möglicherweise überrascht hatten.

Die Frische fehlt

Culic und seine Spieler hatten sich den 3:0-Heimsieg der Dürener am Samstagabend über den VC Olympia Berlin angeschaut, als die Powervolleys 25:17, 25:19, 25:19 gewinnen konnten, und dabei festgestellt, dass Düren im Moment nicht mehr mit der Frische aus dem vergangenen Jahr spielt. Zwar kehrten Tim Broshog und Romans Sauss nach sechs Wochen Verletzungspause auf das Spielfeld zurück. Aber vor allem Sauss war gegen die Netzhoppers in Sachen Sicherheit und Dynamik noch nicht wieder der Alte.

Die vergangenen Wochen mit nur neun spielfähigen Männern haben sich am Sonntag negativ ausgewirkt. Über Wochen hatte sich Düren durch die Spiele kämpfen können. Die Netzhoppers ließen das nicht zu. Culics Team gab genau die richtige Antwort, allen voran der langjährige Nationalmannschaftskapitän Björn Andrae und Angreifer Philip Gavenda langten in Aufschlag und Angriff furios hin. Die Powervolleys dagegen hatten dem bei ihren ersten Kontakt nicht viel entgegenzusetzen, lieferten im Aufschlag die schwächste Vorstellung der bisherigen Saison ab. Culics Team spielte am Limit, Düren verkrampfte immer mehr. Culic wägte ab: „Wir haben vielleicht Glück gehabt, dass wir Düren an einem schlechten Tag erwischt haben. Und wir haben unser Maxium abgerufen.“

Dürens Durchhänger deutete sich bereits am Samstagabend gegen VCO Berlin an, als die Powervolleys zwar gewinnen konnten, aber Trainer Tommi Tiilikainen gab nach der Partie schon eine passende Antwort auf die Frage, ob er mit dem Spiel einverstanden sei: „Ich weiß nicht, womit ich einverstanden sein sollte.“ Denn erstmals spielte Düren nur so gut, wie es musste, statt die gesamte Partie mit viel Energie durchzuziehen. „Wir haben die Zügel zwischendurch etwas schleifen lassen“, sagte Dürens am Samstagabend bester Angreifer Marvin Prolingheuer. Diese vermeintliche Schonhaltung hatten die Netzhoppers bemerkt, und das wurde Düren am Sonntag zum Verhängnis.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert