Powervolleys fegen Berlin aus der Halle

Von: Franz Sistemich
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Eine Nummer zu groß: Romans Sauss (hinten) und seine Powervolleys Düren feiern einen klaren Sieg gegen Meister Berlin. Foto: Guido Jansen

Düren. Zwischendurch hatte er ein paar Wackler bei seinen Aufschlägen. Doch dann hämmerte Marvin Prolingheuer einen Sprungaufschlag in das Berliner Feld, der die Arena Kreis Düren am Samstagabend in ihren Grundfesten erschütterte: Mit seinem Ass zum 25:21 lieferte der Diagonalangreifer der SWD Powervolleys den letzten Punkt zum 3:0-Sieg der Hausherren über den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys.

Zum Auftakt der Spielzeit 2017/18 düpierten die Spieler von Trainer Stefan Falter den Ligaprimus glatt. Und das 25:21, 25:22, 25:21 feierten 1800 Zuschauer überschwänglich – wie auch Spieler, Trainer und die übrigen Verantwortlichen des Vereins.

Dürens Coach war natürlich zufrieden nach dem Auftakt nach Maß: „Wir haben in der Vorbereitung hart auf dieses Spiel hingearbeitet. Wir haben die Begeisterung immer hochgehalten. Wir wussten aber natürlich nicht, wo wir leistungsmäßig stehen. Das erste Spiel ist schon eine besondere Situation, er ist vergleichbar mit der ersten Klassenarbeit. Und die ist nun bewertet worden.“

Keine Zweifel

Die Gastgeber ließen sich von dem 0:2-Rückstand im ersten Satz keineswegs beeindrucken. Sie demonstrierten schon in dieser Anfangsphase keinen Zweifel am Plan ihres Mittelblockers Michael Andrei, der gesagt hatte: „Wir wollen in unserem Wohnzimmer jeden schlagen.“ Und so lagen sie zur ersten technischen Auszeit 8:5 vorne.

In diesen ersten Minuten zeigten sich schon die Stärken auf der Dürener und die Schwächen auf der Berliner Seite, die die Partie letztlich entscheiden sollten. Romans Sauss beispielsweise blockte nicht nur erfolgreich, er schmetterte auch gleich ein Ass in das Berliner Feld. Dürens Annahme stand zudem sicher.

Und so setzte Powervolleys-Zuspieler Stijn D'Hulst immer wieder Diagonalangreifer Prolingheuer in Szene, der humorlos Berlins Block ignorierte. Dirk Westphal, der routinierte Außenangreifer, legte den Ball an Berlins Block vorbei, so dass sein Trainer nach den drei Sätzen sagte: „Alle Spieler, vor allem Marvin, Romans und Dirk, haben auch nach langen Ballwechseln immer wieder Lösungen gefunden, die mit unseren konstant druckvollen Aufschlägen und der guten Abwehrarbeit zu immer größeren Zweifeln bei den Berlinern führten.“

Im ersten Satz wuchs der Vorsprung der Hausherren ständig. 12:6 führten sie, ehe dem Meister drei Punkte in Folge gelangen. Das Strohfeuer erlosch aber schnell wieder. Düren brachte Satz eins sicher durch.

Satz zwei verlief nach ähnlichem Muster. Düren führte zu den technischen Auszeiten 8:4 und 16:12 und ließ sich auch beim Stand von 19:19 nicht aus der Ruhe bringen. Sauss war im Angriff erfolgreich, er schlug wieder ein Ass, Prolingheuer ließ Berlins Block erneut alt aussehen, und Sauss beendete den Abschnitt. Im dritten Satz führte Berlin zwar 18:16, aber Ruhe kehrte beim Meister nicht ein. Eiskalt agierte – siehe oben – Prolingheuer. Und der unerwartet klare Sieg war eingetütet. Jubel überall, aber auch der Blick nach vorne: „In Lüneburg“, so der Tenor, „wird es nicht einfacher.“

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