Perugia: Düren ärgert den Favoriten

Von: Franz Sistemich
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Dürener Dreier-Block mit blindem Verständnis: Shibo Yu (v.li.), Bas van Bemmelen und Matthias Pompe stemmen sich Perugias Aleksandar Atanasijevic entgegen. Foto: Guido Jansen

Düren. Gegen Ende des ersten Satz wurde Slobodan Kovac doch etwas nervös. Der Coach des italienischen Spitzenteam Sir Safety Conad Perugia sah die Gefahr, dass sein Team den Abschnitt noch abgeben würde: 24:20 hatte sein Team bereits geführt.

Dann punktete Matthias Pompe, blockten die Powervolleys den früheren Dürener Christian Fromm. Das gefiel dem Trainer aus Serbien überhaupt nicht. Und als Düren auch noch auf 23:24 verkürzte, war die zweite Auszeit fällig. Es half: Diagonalangreifer Sebastian Gevert, der mit seinen Aufschlägen zuvor für Unruhe in Perugias Abwehr gesorgt hatte, hämmerte seinen Aufschlag ins Aus. Der Abschnitt ging 25:23 an die Italiener. Satz 2 ging 25:21 an die Gäste.

Doch Düren gab sich nicht geschlagen, gewann den dritten Abschnitt 26:24 und mussten sich erst im vierten deutlich geschlagen geben (15:25). So siegten die Italiener 3:1 und können in der nächsten Woche im Rückspiel in Umbrien den Einzug in das Halbfinale perfekt machen.

Die Niederlage und das drohende Aus beeindruckten Dürens Coach Anton Brams aber keineswegs: „Wir können sehr zufrieden sein. Wir haben über weite Strecken mitgehalten, haben immer versucht, den Druck hochzuhalten.“ Perugia, sagte Brams weiter, sei halt sehr viel aggressiver gewesen und schneller: „Wir mussten schon an unser Limit gehen.“

Die Hausherren boten vom ersten Ballwechsel an mit Leidenschaft den Gästen Paroli, lagen zur ersten technischen Auszeit des ersten Satzes in Front. Das 9:7 für Düren nervte die Gäste. Sie drehten auf, lagen 15:12, 18:14, 24:20 vor. Der Satzgewinn gelang den Hausherren nicht, obwohl sie mit Unterstützung der Aufschläge ihres Diagonalangreifers Sebastian Gevert auf 23:24 verkürzten. Die zweite Auszeit Perugias war fällig.

Gevert hämmerte den Aufschlag ins Aus. Perugia ging in Führung, gewann den zweiten Abschnitt. Doch wie berechtigt die Vorsicht von Perugias Trainer war, zeigte Satz drei, besonders die Szene zur 9:8-Führung Dürens: Libero Blair Bann und Annahmespieler hielten unmögliche Bälle in Dürener Reihen, Sebastian Gevert setzte sich am Netz durch. Die Dürener Fans sprangen von ihren Sitzen auf, selbst die 27 italienischen Fans, die aus Perugia angereist waren, spendeten Beifall. Düren spielte wie entfesselt, führte teilweise mit drei Punkte. Dann aber trat Gevert als Hinterfeldspieler über, Perugia führte 19:18 – und verlor den Satz noch, weil Gevert zwei Asse schlug.

Dürens Fans waren aus dem Häuschen. Die Gäste reagierten mit ihrer auch individuellen Klasse. Im vierten Abschnitt dominierten sie eindeutig. Kein Grund für die Powervolley-Anhänger, ihr Team nicht zu feiern.

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