Berlin/Düren - Niederlage in Berlin: Düren kämpft, spielt aber nicht clever genug

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Niederlage in Berlin: Düren kämpft, spielt aber nicht clever genug

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Einer der besten Dürener: Karli Allik (r.) im Spiel gegen Meister Berlin. Foto: imago/Sebastian Wells

Berlin/Düren. Wäre Volleyball Fußball, dann müsste man den SWD Powervolleys Düren mangelnde Chancenverwertung attestieren, wenn man analysiert, warum sie das Spitzenspiel auswärts beim deutschen Meister Berlin Re­cycling Volleys verloren haben.

Mit 1:3 war die Mannschaft von Trainer Stefan Falter bei den Berlin Re­cycling Volleys unterlegen, 22:25, 23:25, 25:23, 19:25 lauteten die Sätze vor 4356 Zuschauern in der Schmeling-Halle. Düren bleibt in der Tabelle Vierter und tritt schon morgen (19 Uhr) auswärts im Europapokal-Achtelfinal-Hinspiel beim türkischen Tabellenführer Ziraat Bankasi Ankara an.

Und es bleibt festzuhalten, dass mehr drin gewesen wäre für Düren. Satz zwei gab das Team nach 20:17-Führung und einer Vielzahl vergebener Chancen noch aus der Hand. „Wir waren da in einigen Situationen nicht clever genug“, sagte Falter. „Wir wissen, dass Berlin einen starken Block stellt. Und da ist die ‚Augen-zu-und-durch-Lösung‘ nicht die beste. Wir haben den Anspruch, oben mitzuspielen. Und dann müssen wir das besser lösen.“

Blocker Tim Broshog wollte einen scheinbar freien Ball zur 21:17-Führung ins Berliner Feld stopfen und übersah den Berliner Spielmacher Pierre Pujol, der seine Hände geschickt setzte und den wuchtigen Angriff pflückte. Danach endeten der ansonsten sehr starke Karli Allik sowie Edvards Buivids mit ihren Angriffen dreimal im Berliner Block, Allik verzog einen weiteren Angriff knapp, und Berlin hatte Satzball, den der Meister auch nutzen konnte.

Die Annahme funktioniert

Volleyball ist aber nicht Fußball, und deswegen ist es zu einfach, das Nicht-Nutzen von Angriffsmöglichkeiten als alleinigen Grund auszumachen. Um überhaupt dahinzukommen, dass ein Trainer sich nach dem Auswärtsspiel beim deutschen Meister über vergebene Chancen beklagt, muss vorher viel funktioniert haben. Die Annahme beispielsweise. Die Powervolleys haben ohne den an der Wade verletzten Romans Sauss in der Annahme der gegnerischen Aufschläge sicher gestanden.

Libero Blair Bann, Allik und der zum wertvollsten Dürener Spieler gewählte Routinier Dirk Westphal leisteten sich kaum Fehler. Und sie haben den Berlinern zumindest drei Sätze lang das Leben im Angriff schwer gemacht. Vergleichsweise wenige Bälle schlugen so im Feld ein, wie man das angesichts der gefürchteten Angriffsachse der BR Volleys um Robert Kromm und Paul Carroll vermuten könnte. Oftmals konnte Düren verteidigen, neu aufbauen – um dann zu häufig nicht zu punkten.

In Satz eins war das teilweise eine andere Geschichte. Düren lag zunächst schon aussichtslos 13:21 hinten, weil des Gegners Block zu dominant war. Falter wechselte, brachte Buivids auf das Feld, der wenig später starke Aufschläge in Serie ins Feld hämmerte. Sein Team konnte die sich bietenden Chancen nutzen. 22:23 hieß es, Berlin wurde nervös, konnte Buivids aber schließlich doch noch im Block stoppen.

Danach zwang Düren dem Meister sein Spiel auf, überdrehte aber am Ende von Satz zwei, während Allik mit seinen Aufschlägen, Broshog im Block und Marvin Prolingheuer mit starken Angriffen in Serie den dritten Satz sicherten.

Am Ende war es dann wie am Anfang: Berlins Block packte gegen Westphal und Prolingheuer zu, der Meister baute den Vorsprung langsam aber sicher aus und fuhr einen hart umkämpften Sieg ein. „Wir haben gut gespielt und gut gekämpft“, fasste Falter das Spiel zusammen. „Aber wir waren nicht clever genug.“

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