Nicht chancenlos gegen Moers

Von: Guido Jansen
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Düren. Verdaut ist die Niederlage vom Wochenende immer noch nicht. „Dafür war sie einfach zu bitter”, sagt Sven Anton, der Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren.

Mit dem überraschenden 2:3 auswärts beim TV Bühl hat Evivo die Chance verspielt, dem Moerser SC auf Platz vier auf die Pelle rücken zu können.

Punkten um nicht abzurutschen

Wenn der MSC am Samstag um 19.30 Uhr in der Arena Kreis Düren zu Gast ist, geht es für Düren nicht mehr wie zuletzt um Rang vier. Die Mannschaft muss jetzt vielmehr punkten, um nicht in die untere Tabellenhälfte abzurutschen. Erklärt ist das 2:3 vom Samstag aber inzwischen einigermaßen. Mehrere Gründe haben eine Rolle gespielt. Den wichtigsten davon hat die Mannschaft von der Rur selbst zu verantworten. Im Angriff war Evivo schlicht zu schwach, um in Bühl zu bestehen. Das sagt die Statistik.

Der Blick auf die Kaderliste verrät noch einen weiteren Unterschied. Dürens Mannschaft ist sehr jung. Im Schnitt fast dreieinhalb Jahre jünger als Bühl beispielsweise. „Wir haben einen Spielmacher, der 20 Jahre alt ist und einen Abwehrchef mit 21. Das sind zwei Chef-Rollen”, sagte Trainer Sven Anton mit Blick auf Merten Krüger und Fabian Kohl. Der sportliche Leiter Goswin Caro stimmte zu. Die Liga sei besser geworden, weil die Mannschaften aus dem Mittelfeld immer mehr auf erfahrene Profis setzen. Das habe viel mehr enge Spiele zur Folge. „Es ist nicht weiter verwunderlich, dass junge Spieler in schwierigen Situationen mehr Fehler machen als ältere”, erklärte Caro. Deswegen werde Evivo seinen Weg aber nicht ändern. Schließlich setzt der Verein seit zehn Jahren vornehmlich auf junge, deutsche Spieler.

In dieser Zeit habe es immer wieder Lehrjahre gegeben und Jahre, in denen Düren oben mitgespielt habe. So wie in der vergangenen Saison, als Evivo im Schnitt etwas älter war. „Viele haben die vergangene Saison noch als Maßstab im Hinterkopf”, so Caro. Düren wurde in der Meisterschaft Dritter und erreichte das Pokalfinale.

Letzteres ist in dieser Saison schon nicht mehr möglich, Ersteres wohl kaum noch. „Man muss ganz einfach berücksichtigen, dass die anderen Vereine viel investiert haben. Teilweise mit Mitteln, die unsere Möglichkeiten übersteigen”, so Caro.

Das gilt nicht nur für die großen Drei aus Berlin, Unterhaching und Friedrichshafen. Die meisten Klubs waren auf internationalem Parkett auf Spielersuche. Beim TV Bühl beispielsweise stand zuletzt kein deutscher Spieler in der Startformation, auf Dürener Seite waren es stolze sechs Spieler von sieben.

Am Samstag ist die Situation ähnlich. Moers ist älter, internationaler und erfahrener. Und zudem noch stärker als Bühl. Das hat der bisherige Saisonverlauf bereits gezeigt. Die Hürde für Düren ist also hoch. Jedoch nicht erschreckend hoch, wie Sven Anton findet.

„Unsere Jungs sind unheimlich lernwillig und spielen mit viel Einsatz. Wenn wir einen besseren Tag erwischen als in beim Spiel gegen Bühl, dann haben wir durchaus eine Chance gegen Moers”, findet der Trainer.
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