Neuzugänge zeigen, was in ihnen steckt

Von: jan
Letzte Aktualisierung:
evivo12_bu
Synchron jubeln klappt bei Olivier Nongny (links) und Christoph Eichbaum bereits gut. An der Feinabstimmung im Angriff arbeitet der Kameruner gerade. Foto: Guido Jansen

Düren. Mit dem Sieg gegen ABC Titans Bergisches Land haben Merten Krüger und Olivier „Zonzon” Nongny gerechnet. Trotz des durchwachsenen Saisonauftakts von Evivo Düren - die beiden Spieler waren fest davon überzeugt, dass ihr Team über viel Qualität verfügt. Die Neuzugänge haben Recht behalten.

Evivo hat die ansteigende Tendenz bestätigt und das NRW-Derby gegen die Titans mit 3:0 gewonnen. Eine Sache kam für Krüger und Nongny allerdings überraschend. Dass sie beim 25:18, 27:25, 25:16-Erfolg vom Anfang bis zum Ende auf dem Feld standen. Zonzon musste zu Beginn der Woche eine Schrecksekunde verdauen, weil sein rechter Daumen von einem Angriffsschlag stark strapaziert wurde. Das Muskelpaket aus Kamerun musste das Training abbrechen. Erst vor dem Spiel war klar, dass der Blocker würde spielen können.

„Ich bin sehr glücklich, dass das geklappt hat”, sagt der dunkelhäutige Spieler. Statt möglicher langer Verletzungspause im tristen deutschen Winter konnte der 23-Jährige erstmals richtig zeigen, was er kann. Angreifen. Brutal hoch, brutal hart. „Da fehlt noch ein bisschen die Abstimmung”, berichtete Merten Krüger. „Aber man kann schon sehen, dass er großes Potenzial im Angriff hat.” Dass das Zusammenspiel noch nicht zu 100 Prozent passt, ist nicht weiter verwunderlich. Schließlich ist der Kameruner erst seit einem Monat in Düren. Es dauert oft länger, bis Spielmacher und Angreifer sich gefunden haben. Im Moment heißt der Mann in der Dürener Regiezentrale Merten Krüger. Sechs Jahre lang war Routinier Ilja Wiederschein hier gesetzt.

Wiederscheins Erbe?

Jetzt steht der Ex-Nationalspieler häufiger in der Auswechselzone. „Das muss irgendwann mal passieren”, sagt Wiederschein, allerdings ohne negativen Unterton. Der 33-Jährige ist offenbar zufrieden, dass sich sein jüngster Mitspieler derart gut macht. „Ich halte große Stücke von Merten. Der Junge will was und er kann was.” Ob der 20-Jährige langfristig Wiederscheins Erbe werden kann? Mit dem Ist-Zustand sind beide Zuspieler sehr zufrieden. „Für mich kommt das unerwartet”, gesteht Krüger, der gerade 20 Jahre alt geworden und damit Evivos Jüngster ist.

Der gebürtige Hamburger hat sein erstes Bundesliga-Jahr bei den Titans verbracht. Ein gutes Jahr war das nicht. Im Abstiegskampf stecken und gleichzeitig für das Abitur büffeln; das hat seine Entwicklung gehemmt. In Düren sind die Fortschritte größer. Weil Krüger sich mehr auf den Sport konzentrieren kann. Andererseits, weil er keinen Druck spürt. „Wenn ich auf dem Feld stehe, dann ist es für mich sehr beruhigend zu wissen, dass es da noch Ilja gibt, der mir Tipps gibt und jederzeit für mich einspringen kann.” Nicht nur von seinem routinierten Mentor profitiert der Jüngste. Auch von einem starken Angreifer wie Christian Dünnes. Druck, den besten Angreifer der vergangenen Saison immer mit perfekten Pässen versorgen zu müssen, spürt Merten Krüger nicht. „Im Gegenteil. Ich weiß, dass Christian auch etwas machen kann, wenn mein Pass nicht so gut ist”, so der 20-Jährige.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert