Nach Niederlage: Powervolleys mit Selbstkritik

Von: Franz Sistemich
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Fassten sich sinnbildlich an die eigene Nase: Dürens Mittelblocker Rudy Verhoeff und Außenangreifer Matthias Pompe (rechts) sahen den Grund für die Niederlage gegen Berlin eher in den eigenen Fehlern. Foto: Jansen

Düren. Die Wahl fiel auf den richtigen Spieler: Paul Lotmann war der Akteur des Spiels. Von Anton Brams, dem Trainer der SWD Powervolleys zum wertvollsten Spieler der Begegnung gekürt, nahm der Außenangreifer der Berlin Recycling Volleys die Auszeichnung nach dem 3:0-Erfolg am Mittwochabend in der Arena Kreis Düren entgegen.

Dies sah auch Kaweeh Niroomand so: „Paul hatte heute einen überragenden Abend.“ Speziell im dritten Satz lief der US-Amerikaner zur Hochform auf, demonstrierte praktisch sein komplettes Repertoire. Aus Sicht der Bundeshauptstädter waren Lotmanns Aufschlag-Ass und sein Hinterfeldangriff, die die 13:9-Führung bedeuteten, der Knackpunkt im dritten Satz, der die Berliner endgültig auf die Siegerstraße führte.

Den Schlüssel zum Sieg legten die Berliner ebenfalls aus ihrer Sicht im zweiten Abschnitt. In ihm wehrten sie mehrere Dürener Satzbälle ab, nachdem die Gastgeber teilweise mit vier Punkten geführt hatten. Unerwähnt ließ der Tabellenführer die umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen pro Berlin, die Dürens Spieler und Trainer erregten und das Publikum zu mehreren gellenden Pfeifkonzerten animierten. Doch zumindest in einer Szene schienen die Unparteiischen Recht gehabt zu haben: In der Live-Übertragung im Internet war zu sehen, dass Geverts Schmetterball, der den Satzgewinn bedeutet hätte, eben nicht von den Berliner Blockspielern berührt worden waren, ehe er ins Aus ging.

Überhaupt wollten die Hausherren die Gründe für diesen Satzverlust nicht an den Schiedsrichtern festmachen: „Wir müssen uns da an die eigene Nasse fassen“, sagte beispielsweise Mittelblocker Rudy Verhoeff. „Unsere Fehler haben uns das Spiel gekostet.“ Düren leistete sich individuelle Fehler, die auch im ersten Abschnitt Berlin zum Vorteil gereichten. Zu Beginn der Partie waren die Spitzenreiter im Aufschlag und Block die bessere Mannschaft, zwangen die Hausherren vor 1400 Zuschauern zu Fehlern: „Wir haben davon ein paar zu viele gemacht“, fasste Verhoeff das Geschehen zusammen.

Die Niederlage wurmte zwar, andererseits war Dürens Trainer Anton Brams gelassen: „Genau das sind die Spiele, die wir brauchen.“ Denn diese Begegnungen gegen die internationalen und nationalen Spitzenteams helfen seinem Team unabhängig vom Ergebnis bei der Weiterentwicklung: „Wir wissen jetzt, an welchen Bereichen wir noch arbeiten müssen.“ Unter anderem an der Ausnutzung der eigenen Chancen: „Wir haben zu viele Punktchancen liegengelassen“, sagte denn auch Außenangreifer Matthias Pompe.

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