Nach dem Pokal-Aus: „Das Team verdient Vertrauen”

Von: Tobias Röber und Franz Sistemich
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Nach dem Ausscheiden: Auch Trainer Sven Anton (mitte) war mit seinen Volleyballern nach dem 2:3 gegen Asseco Resovia Rzeszow zufrieden. Foto: ruba

Düren. Georg Grozer, Deutschlands frisch gekürter „Volleyballer des Jahres”, sagte: „Ich habe mit dem VfB Friedrichshafen im Pokalhalbfinale erlebt, dass Evivo in eigener Arena eine Macht ist. Heute hat bei uns jeder nach gutem Beginn gedacht, das Spiel wird ein Selbstläufer. Jeder machte sein eigenes Ding. Und das darfst du in Düren nicht.”

Und so wankte Asseco Resovia Rzeszow am Mittwochabend vor nur 800 Zuschauern in der Arena Kreis Düren gewaltig. Doch nach dem 3:0-Sieg im Viertelfinal-Hinspiel des CEV-Pokals fiel der polnische Vertreter im Gegensatz zu den Häflern im Dezember 2009 nicht.

Denn: „Im Tiebreak haben uns Georg Grozer und Aleh Akhrem mit ihren Aufschlägen schnell ins Hintertreffen gebracht”, analysierte Co-Trainer Björn-Arne Alber den Auftakt des fünften Satzes. 8:2 gingen die Gäste aus Polen, die von etlichen Fans angefeuert wurden, in Front. Dieser Vorsprung war zu viel. Der Rest des Satzes endete ausgeglichen. Aber dann war das letzte Spiel für Evivo auf europäischer Ebene nach 99 Minuten und 31 Sekunden gelaufen.

Trotzdem herrschte keine Trauer: „Wir haben den bisher größten internationalen Erfolg erreicht”, bilanzierte Teammanager Michael Overhage und sprach von einem „bombastischen Spiel” gegen die mit internationalen Starts gespickte Volleyball-Formation aus dem Karpatenvorland.

„Auch wenn wir Probleme haben”, richtete Christoph Eichbaum, anstelle des wegen Schulterproblemen geschonten Christian Dünnes Mannschaftskapitän, eine Kampfansage an die kommenden Gegner, „muss der Kontrahent immer mit uns rechnen.” Die 0:3-Niederlage gegen die Netzhoppers war ein Ausrutscher.

Die Partien in Rottenburg und am Mittwoch gegen Rzeszow sollen der Auftakt zu einem positiven Saisonverlauf sein. „Wichtig ist, dass die Jungs gesehen haben, zu welchen Spielen sie auch ohne einen Dünnes, Fabian Kohl, Jaromir Zachrich oder Stefan Hübner fähig sind”, sagte der verletzte Mittelblocker. Stefan Hübner zollte jedem Akteur Respekt: „Jeder Einzelne hat sehr, sehr gut gespielt.”

Die Leistungssteigerung macht auch ein Stefan Hübner, der Mitte Februar mit einem Comeback rechnet, an einer gesteigerten Intensität im Training fest: „Die Jungs werden immer wieder vor Aufgaben gestellt, die Druck erzeugen.” Und die Spieler ziehen mit. Das sollen auch die Zuschauer: „Die Fans sollen dieser Mannschaft vertrauen. Und sie wie Mittwoch weiter sensationell unterstützen”, bittet Hübner Denn: „Wir befinden uns in einer sehr wichtigen Phase.”

Die nächsten Gegner heißen Bottrop am morgigen Samstag, CV Mitteldeutschland, VCO Berlin und Generali Haching. Und Platz vier hat Evivo noch längst nicht abgeschrieben.
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