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Mit viel Selbstvertrauen in das NRW-Duell

Von: Roman Sobierajski
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Letzte taktische Anweisungen von Trainer Marek Rojko: Die „Ladies in Black“ bestreiten heute gegen den USC Münster in der Volleyball-Bundesliga die letzte Hinrunden-Begegnung. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Morgens um vier war der 18-stündige Höllentrip für Aachens Kapitänin Karolina Bednarova schließlich beendet: Von Bulgarien aus, wo das WM-Qualifikationsturnier für das tschechische Nationalteam stattfand, mit dem Flugzeug nach Wien, drei Stunden Aufenthalt, Weiterflug nach Prag, wo das Auto wartete, und von dort aus über die Autobahn die 770 Kilometer nach Aachen.

Zumindest gab es am Dienstagvormittag trainingsfrei für die 27-Jährige. Nach der WM-Qualifikation ist vor dem nächsten Bundesliga-Spiel, und so dürfte die Ruhephase für alle „Ladies in Black“, die mit ihren Nationalteams über den Jahreswechsel unterwegs waren – neben Bednarova noch Dominika Valachova und Tatiana Crkonova (beide Slowakei), Femke Stoltenborg und Yvon Belien (beide Niederlande) und Ron Ponte (Israel) –, schnell beendet sein. Schließlich gastiert heute Abend (19.30 Uhr) mit dem USC Münster der aktuelle Tabellendritte in der Halle an der Neuköllner Straße.

Die Vorbereitung des früheren Universitäts-Sportclubs war jedenfalls um einiges geregelter: Bereits am Neujahrstag hatte Trainer Axel Büring seine Spielerinnen wieder zusammen, bevor das viertägige Einladungsturnier in der Nähe von Rom folgte. Sein Aachener Kollege Marek Rojko hat nur drei Trainingseinheiten mit dem gesamten Team zur Verfügung, kann dafür aber auf den Enthusiasmus seiner Nationalspielerinnen vertrauen. „Wir haben jetzt alle viel Selbstvertrauen und sind bereit für das Spiel gegen Münster“, verspricht Karolina Bednarova. „Es wird auf jeden Fall eine Überraschung geben.“

Wie genau diese Überraschung aussehen wird, dürfte sich erst im Verlauf des Spiels herausstellen. Vieles hängt auf Aachener Seite davon ab, wie gut Annahme und Aufschläge funktionieren, um das eigene Angriffsspiel variantenreich zu entwickeln. Wen „gucken“ sich die USC-Spielerinnen als Ziel für die Aufschläge aus, um Schwächen in der Annahme auszunutzen und Bednarova und Laura Weihenmaier daran zu hindern, sich in die Angriffe einzuschalten? Wie stark ist Jordanne Scott auf der Diagonalposition, um diesen Bemühungen etwas entgegen zu setzen?

Vieles hängt auf Seiten der Münsteranerinnen davon ab, inwieweit die Mittelblockerinnen Ahsley Benson und Leonie Schwertmann die Aachener Schnellangriffe in den Griff bekommen und im Gegenzug die Außenangreiferinnen Ines Bathen, Nadja Schaus und Sarah Petrausch in Szene gesetzt werden können. „Münster hat einige Konstanten im Spiel“, hat Aachens Coach vor dem einzigen NRW-Duell in der Volleyball-Bundesliga beobachtet.„Zugleich sind sie aber auch in der Lage, taktisch zu reagieren, wenn sie unter Druck gesetzt werden, und Spielerinnen auf unterschiedlichen Positionen einzusetzen“, weiß Rojko.

Das „Derby“ zum Abschluss der Hinrunde dürfte jedenfalls für beide Vereine richtungsweisend sein: Gelingt Münster nach dem vielbeachteten 3:1 über den Schweriner SC auch der Sieg in Aachen, dann setzt sich die junge Mannschaft in der Spitzengruppe fest. Können die „Ladies in Black“ erneut punkten, ist das Team von Marek Rojko wieder gut im Rennen um die direkte Qualifikation für die Play-off-Plätze.

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