Dresden - Mit einem Teilerfolg im Rucksack zurückgekehrt

Mit einem Teilerfolg im Rucksack zurückgekehrt

Von: rau
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Harrt konzentriert der Dinge, die da kommen: Die Aachenerin Anna Rönnbäck. Foto: Wolfgang Birkenstock

Dresden. Das Spiel war noch keine Stunde beendet, da saß man schon im Bus und trat die lange Heimfahrt an. Dank „Daisy” hatte die Fahrt nach Dresden neuneinhalb Stunden gedauert. „Wir sind ganz gut durchgekommen, nur das letzte Stück ab Chemnitz war sehr windig. Allerdings, so eine Anreise brauche ich nicht noch mal”, sagte Stefan Falter seufzend, wohl wissend, dass die rund 650 Kilometer weite Rückfahrt nach Aachen auch kein Zuckerschlecken werden würde.

Versüßt wurde sie allerdings durch einen Teilerfolg. Bei der 1:3 (14:25), 25:21, 9:25, 16:25)-Niederlage verbuchten die Frauen des Volleyball-Bundesligisten Alemannia Aachen - ohne die erkrankte Annika Brinkmann - einen Satzgewinn beim favorisierten Dresdener SC. Und der „Teilerfolg, den wir im Rucksack mitbringen, stärkt natürlich das Selbstbewusstsein der Mannschaft vor der Partie gegen Sinsheim”, so Falter.

Dresden, das in den vergangenen drei Saisons zweimal auf Rang 3 und einmal als Zweiter beendete, legte einen fulminanten Start hin, und Aachen lag gleich 0:8 Punkte zurück. „Wir sind gar nicht dazu gekommen, mit unseren Annahmen die Qualität von Dresden zu testen”, seufzte Falter. Zuletzt hatte der Coach vor allem verschiedene Annahmemöglichkeiten trainiert, um künftig Alternativen zu haben.

Ganz anders das Bild im zweiten Satz: Auf einmal nahmen die Aachenerinnen das Heft in die Hand, gingen mit aggressiven Aufschlägen zu Werke und arbeiteten diese Qualität dann im Block erfolgreich ab. Die Zwischenstände 14:120, 20:16 und 23:19 stehen für Aachens stärkste Phase. „Eigentlich haben wir schon im ersten Satz so gespielt, haben aber damit erst in Durchgang 2 die entsprechenden Resultate erzielt”, erläutert Falter, der vor allem zufrieden vermerkte, dass seine „Mädels ruhig geblieben sind”. Über den dritten Satz breitete der Coach aber lieber den „Mantel des Schweigens”. Da gelang all das nicht, was seine Mädels erfolgreich gezeigt hatten, und Dresden fand zurück ins Spiel. „Das kann gegen seinen so starken Gegner wie Dresden passieren, gegen den wir am Limit spielen müssen. Eben so wie im zweiten Satz. Nur, um erfolgreich zu sein, reichen nicht fünf Minuten am Limit, da sind 20 Minuten nötig.”

Offen begann dagegen der vierte Satz, in dem es 4:4 stand und man bis zum 5:8 mithielt. Erneut bereitete Aachen den Gastgebern Probleme mit seinem Aufschlag. Doch das wurde nicht konsequent genug zu Ende gespielt. „Wir waren viel zu passiv. Fehler zu vermeiden, reicht einfach nicht”, bemängelte Aachens Coach, der aber insgesamt nicht unzufrieden war, denn es zeigte sich deutlich, dass sich die Trainingsarbeit ausgezahlt hatte. „Wenn man gegen ein Spitzenteam wie Dresden einen Satz gewinnt, kann man schon stolz sein. Und gegen so eine starke Mannschaft zu verlieren, ist keine Schande.” (rau)

Aachen: Maurer, Hindriksen, Stahl, Wikander, Feldmann, Rönnbäck, Speer, Preiß, Liliom

Am Mittwoch gastiert SV Sinsheim in Aachen

Bereits am Mittwoch, 20 Uhr, erwarten die Alemannia-Frauen den SV Sinsheim in der Halle Neuköllner Straße. Der Aufsteiger rangiert mit zehn Spielen und 6:14 Punkten als Zehnter einen Tabellenplatz vor Aachen (9/4:14).

„In die Partie gehen wir natürlich mit einer ganz anderen Zielsetzung als in Dresden”, sagt Aachens Coach Stefan Falter, warnt aber zugleich, den Aufsteiger auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn Sinsheim, wie Hoffenheim gesponsert von Dietmar Hopp, verfügt über einen starken, stabilen Kader mit erfahrenen Erstliga-Spielerinnen.
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