Mit einem 3:2 verhindert Evivo den „GAU”

Von: Peter Leuchter
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Ausgelassener Jubel: Nach dem
Ausgelassener Jubel: Nach dem 3:2-Sieg beim VC Gotha feierten die Evivo-Spieler mit den gut zwei Dutzend mitgereisten „Moskitos” den Einzug in die Play-off-Runde. Foto: Bartgens

Gotha. Die Rückfahrt verlief dann doch „deutlich entspannter” als an vergangenen Spieltagen, atmete Evivo-Trainer Söhnke Hinz am Sonntagmorgen auf. Der 3:2-Sieg (25:20, 25:23, 20:25, 22:25, 15:9) am Abend zuvor beim VC Gotha habe „den „GAU” verhindert”.

Unter „Größtem Anzunehmenden Unfall” hätte Hinz Platz 9 verstanden, im Niemandsland der Tabelle nach der Hauptrunde. Weder mit Abstieg noch mit Play-off-Runde hätten Zachrich & Co. dann etwas zu tun gehabt. Die Saison 2011/12 wäre als die schlechteste seit gefühlt einer Dekade in die Vereinsannalen der Volleyballer eingegangen.

Nun also - nach zwei Siegen in den letzten beiden Spielen der Hauptrunde - ist für Düren doch noch Platz 7 herausgesprungen. Im Viertelfinale der Play-offs trifft Evivo auf den VfB Friedrichshafen. Das erste von drei möglichen Spielen ist am übernächsten Wochenende am Bodensee, wahrscheinlich am 14. März empfangen die Dürener die „Häfler” in der Arena.

Es ging Spitz auf Knopf zu im Gerangel um die Play-off-Berechtigung, nicht nur in Gotha. Denn zeitgleich empfing der VC Mitteldeutschland den VfB Friedrichshafen. Der Abonnementsmeister reiste nach einer strapaziösen Woche mit Champions-League-Einsatz nur mit sechs Spielern an. Auch Trainer Moculescu fehlte.

Mitteldeutschland nutzte die Chance, gewann im Tiebreak und sicherte sich damit Platz 8 nach der Hauptrunde. Verlierer des Dreikampfs zwischen Düren, Gotha und Mitteldeutschland ist nun Gotha, das im letzten Spiel noch auf Platz 9 abrutschte. „Für Gotha tut es mir ehrlich leid”, versicherte Hinz. In der vergangenen Saison hatte der VC die Play-off-Runde verpasst, weil in der Addition ein Satz fehlte.

Gleichzeitig sah sich Hinz darin bestätigt, „nur auf uns zu schauen und uns nicht auf andere zu verlassen”. Etwa auf den VfB, der unabhängig vom Spielausgang beim VC Mitteldeutschland den 2. Platz sicher hatte. Insofern sei Friedrichshafens Minimal-Aufstellung „normal” gewesen, betonte Hinz. Zumal am nächsten Wochenende das Pokalfinale in Halle ansteht: Friedrichshafen gegen Unterhaching.

Zum Spiel: Das 3:2 in Gotha hätte auch 3:0 heißen können. „Wir waren wirklich überlegen”, konnte Hinz mit Recht sagen. Gothas Vorteile in Annahme und Angriff kompenisterte Evivo mit guten Aufschlägen und vielen Blocks. Im dritten Satz führte Evivo schon 16:9, bevor es zum Bruch kam. „Gotha hat einen Spieler zum Aufschlag eingewechselt, der unglaublich Druck gemacht hat.” Gepaart mit einigen guten Abwehraktionen und einem leichten Fehler auf Dürener Seite war der Vorsprung dahin. Hinz brachte Deimeke für Kracht, der in der Annahme wackelte. Der Satz war aber futsch.

Im vierten Durchgang begann Hinz wieder mit Kracht, wechselte aber wegen Krachts Annahme-Problemen schnell zu Deimeke und blieb dabei. Das zahlte sich im Tiebreak aus, „in dem wir wieder sehr gut gespielt haben”, so Hinz. Und das wurde bejubelt von gut zwei Dutzend „Moskitos”, die die knapp 400 Kilometer lange Fahrt nach Gotha auf sich genommen hatten und mit dem Sieg zuletzt belohnt wurden.

Zwei Tage gibt Hinz der Mannschaft nun trainingsfrei. Danach beginnt die Vorbereitung für das Aufeinandertreffen mit dem VfB, „um das Unmögliche vielleicht doch möglich zu machen”, erklärt Hinz. Beim Pokalfinale in Halle will er Friedrichshafen noch einmal genau beobachten, notieren, wie Stelian Moculescu auf die Verletzungsprobleme in seinem Team reagiert.
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