Düren - Mit den eigenen Stärken agieren

Mit den eigenen Stärken agieren

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Eine Szene aus dem Hinspiel: Blocker Artur Augustyn (l.) und Trainer Sven Anton beratschlagen, wie sie die Angriffe der Netzhoppers am besten
entschärfen können. Foto: Guido Jansen

Düren. Psychoterror beim Training: Evivo Düren musste diese Woche unter deutlich erschwerten Bedingungen trainieren. Mitten in der Vorbereitung auf das so wichtige Viertelfinalspiel (Mittwoch) auswärts bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen, plärrte plötzlich die Musikanlage der Arena Kreis Düren lautstark los.

Die Evivo-Spieler auf dem Feld schauten unentspannt drein. Lautstarke, moderne Tanzmusik machte die Kommunikation schwer. Nur Trainer Sven Anton stand neben dem Spielfeld und lächelte. Die störende Beschallung war Teil des Plans, den die Trainer für ihr Team ausgeheckt hatten. „Die Mannschaft soll Stress-Situationen trainieren”, sagte Anton und dachte dabei unter anderem an das Spiel. Denn eines ist sicher. Wenn die Schiedsrichter um 19 Uhr das Spiel in der engen Landkost-Arena in Bestensee anpfeiffen, dann wird die Atmosphäre laut und intensiv sein. Sven Anton wollte seinen Spielern einen Vorgeschmack geben auf das, was sie erwartet.

Deswegen gab es beim Training auch eine Hand voll Fans, die sich immer dann lautstark bemerkbar machten, wenn die Evivo-Spieler einen Punkt abgaben. „Für uns ist es wichtig, dass wir Ruhe bewahren”, erklärte Anton die selbst verschuldete Lärmbelästigung.

Das Beispiel Sebastian Kühner hat es beim Hinspiel gezeigt. Der 23-Jährige, der nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Ilja Wiederschein alleine für die Passverteilung im Dürener Spiel zuständig war, hat Ruhe bewahrt und so eine starke Partie abgeliefert. Kühner muss Evivo alleine durch den Rest der Saison führen, denn Wiederschein wird nach einer Operation am Knie noch mindestens vier Wochen ausfallen.

Culic-Truppe - eine Gummi-Wand

Die Startaufstellung, die im Training so unter Stress gesetzt wurde, sah so aus wie beim 3:0 zum Auftakt des Viertelfinales gegen die Netzhoppers, Michael Olieman auf der Position des Hauptangreifers, Christian Dünnes im Außenangriff. So dürfte Evivo auch am Mittwoch in die Partie gehen.

Von einer Sache darf der Dürener Tross ausgehen: Evivo Ex-Trainer Mirko Culic wird eine neue Taktik ausgeknobelt haben, mit der er den Rheinländern das Leben schwer machen will. Evivo will sich den Weg ins Halbfinale ebnen, indem es nicht auf den Gegner reagiert, sondern mit seinen eigenen Stärken agiert. Die sind gefragt, wenn es in der „Brandenburger Hölle” - so wird die Heimspielstätte der Netzhoppers genannt - zu einem kampfbetonten Spiel kommt. Die Culic-Truppe wird dann zur Gummi-Wand, die fast jeden Angriff verteidigt und zurückbringt.

Evivo muss dann Ruhe bewahren und noch abgeklärter angreifen. So wie beim Psychoterror-Training. Im Fall einer Evivo-Niederlage entscheidet sich beim dritten Viertelfinalspiel am Ostersamstag in Düren, welches Team ins Halbfinale einzieht.
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