Laura Weihenmaier ist die neue Kapitänin der „Ladies in Black“

Von: Roman Sobierajski
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Führt die „Ladies in Black“ in dieser Saison aufs Spielfeld: Rückkehrerin Laura Weihenmaier. Die Aachenerinnen starten gleich mit zwei Spielen am Dienstag und Mittwoch in die Bundesliga. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. So richtig angekommen ist Laura Weihenmaier noch nicht in Aachen, auch wenn die 24-jährige Volleyballerin bereits in der letzten Woche ins Training eingestiegen ist mit ihren neuen (und alten) Mannschaftskolleginnen bei den „Ladies in Black“ Aachen.

Vorzeitig und freiwillig, denn eigentlich sollte die neue Kapitänin des Volleyball-Bundesligisten nach der Europameisterschaft noch ein paar Tage ausspannen in den Niederlanden. „Aber bis ich so richtig im Training war, hat es noch etwas gedauert. Ich glaube, unser Coach Marek Rojko wollte mir vom Kopf her noch ein bisschen freigeben.“

Um auch im Kopf anzukommen, dazu bleibt den deutschen Nationalspielerinnen, zu denen auch Laura Weihenmaier zählt, extrem wenig Zeit: Nach dem Saisonende beim Schweriner SC, wohin Weihenmaier nach der vorletzten Saison von Aachen aus gewechselt war, folgten das internationale Turnier in Montreux, die European Games in Baku, die Grand-Prix-Serie mit Stationen in China und Brasilien, wo später auch das olympische Vorbereitungsturnier stattfand und abschließend die Europameisterschaft bis Anfang Oktober. Eingestreut waren Lehrgänge und Testspiele, und die Olympia-Qualifikation Anfang Januar kommenden Jahres lugt auch schon um die Ecke.

Doch nun gilt zuerst einmal die gesamte Aufmerksamkeit den Pflichtaufgaben in der Bundesliga, und die erste haben die „Ladies“ heute Abend mit dem Auftritt beim VCO Berlin zu bewältigen, bevor am Mittwoch die Begegnung beim Potsdamer SC ansteht. Zumindest die zweite Partie dürfte kein Ausflug werden, bei dem man die Punkte im Vorbeigehen mitnimmt. „Potsdam hat sich sehr verstärkt“, meint Weihenmaier und zählt „zwei ehemalige und zwei aktuelle Nationalspielerin“ auf. Ohnehin dürfte die anstehende Saison ein hartes Stück Arbeit werden, „denn die Liga ist noch besser als in den Vorjahren, viele Mannschaften haben sich gut verstärkt. Auch wenn es schwierig werden wird, die Erfolge der letzten beiden Jahre zu wiederholen, das Halbfinale in der Meisterschaft würde ich schon gerne erreichen“, definiert die Außenangreiferin ihre sportlichen Ziele mit der Mannschaft.

Ankerpunkte im Team sind – neben der Außenangreiferin selbst – Libera Dominika Valachova („erfahren und gut in der Abwehr“), Tatiana Crkonova auf Diagonal („ein Killer“) und der in der vergangenen Spielzeit schon hervorragende Block. Bleibt die Frage nach dem Zusammenspiel mit der neuen Zuspielerin Britt Bongaerts: „Wir müssen ihr Zeit geben, dann schaffen wir das schon.“

Weihenmaier selbst ist nach einer Saison bei einem der beiden Top-Klubs in Deutschland wieder in Aachen. Ein Weg, ein Umweg, ein Rückschritt im Karriereplan? „Man muss sich manchmal entscheiden, ob man die persönliche Weiterentwicklung sucht oder lieber bei einem großen Klub spielt“, meint die 24-Jährige – auch mit einem selbstkritischen Unterton. „Ich war in Schwerin mit meinem eigenen Spiel nicht zufrieden und möchte wieder an meine früheren Leistungen anknüpfen.“

Das Anknüpfen an frühere Leistungen in Aachen umfasst allerdings auch einen komplett neuen Bereich, denn Weihenmaier beerbt Karolina Bednarova, die sechs Jahre lang das Aushängeschild der Mannschaft war, im Kapitänsamt.

Eine Aufgabe, von der die Rückkehrerin ihre eigenen Vorstellungen hat: „Ich denke, dass ich die Mannschaft durch Erfahrung und Ruhe leiten kann“, hat sich die 24-Jährige einen Weg ausgesucht, der ihrem eher stillen Naturell entspricht. „Ich respektiere, was Karolina hier geleistet hat, aber ich werde nicht über das ganze Feld hoppeln, um den Fans zu zeigen, wie toll ich bin. Ich bin nicht der Typ Kapitän, der in den vergangenen Jahren hier war, daran wird sich das Publikum wohl gewöhnen müssen.“

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