„Ladies“ zwingen Dresden eine Topleistung ab

Von: Roman Sobierajski
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Gegen Dresden zur wertvollsten Aachener Spielerin gewählt: Nika Daalderop, Außenangreiferin der „Ladies in Black“. Foto: W. Birkenstock

Aachen/Dresden. Die Brötchen, die beim Serienmeister Dresdner SC gebacken werden, sind deutlich kleiner geworden. „Mit diesem Sieg haben wir Platz drei endgültig abgesichert“, erklärte Dresdens Trainer Alex Waibl nach dem 3:1 (24:26, 25:17, 25:23, 25:22)-Erfolg in der Volleyball-Bundesliga über die „Ladies in Black“ Aachen.

Doch wer auf Dresdner Seite vor den 104 Minuten Spielzeit von einem Pflichtsieg der Hausherrinnen vor 2800 Zuschauern ausgegangen war, musste sich schnell eines Besseren belehren lassen: Die Aachenerinnen forderten das Champions-League-Team zu einer Topleistung heraus.

Bereits beim Stand von 6:7 im ersten Durchgang nahm Waibl seine erste Auszeit, weil ihm offenkundig nicht gefiel, was seine Spielerinnen nach dem ersten Erfolg im internationalen Wettbewerb gegen Jekaterinenburg da auf den Hallenboden brachten. Die Ansprache schien gefruchtet zu haben, denn in der Folge setzte sich der Dresdner SC bis auf 20:14 ab. Doch die Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum hatte keineswegs die Absicht, sich nach den Erfolgen gegen Köpenick und Potsdam unter Wert verkaufen zu wollen.

Die „Ladies“ fighteten zurück, holten Punkt um Punkt auf. Beim Stand von 21:21 war erstmals der Ausgleich geschafft, ein starker Hinterfeldangriff von Nika Daalderop brachte das 23:23. Den Satzball von Dresden wehrte Jeanine Stoeten mit einem Angriff durch die Mitte ab, ein Killblock von Anna Kalinovskaya und der finale Angriff durch Daalderop brachten die Aachener 1:0-Satzführung.

Große Moral gezeigt

Der unerwartete Rückstand schien die Dresdnerinnen erst richtig aufgeweckt zu haben, denn plötzlich spielte der Tabellendritte gegen den -achten wie aus einem Guss, die Annahmefehler auf Aachener Seite häuften sich und damit für Dresden auch die Möglichkeit zu punkten. Der Satzausgleich mit acht Punkten Vorsprung war die logische Folge.

Der folgende Durchgang schien dann zunächst zum Debakel für die „Ladies“ zu werden: Dresden startete mit einem 6:0-Vorsprung, was Aachens Trainerin zur frühen Auszeit veranlasste. Der erste Punkt für Aachen kam dann allerdings nur durch einen Angriffsfehler der Dresdnerinnen zustande, doch die „Ladies“ kamen zusehends besser in die Begegnung, mussten dann aber den nächsten Rückschlag hinnehmen: Anna Kalinovskaya, die die gegnerische Abwehr mit „Einbeinern über Kopf“-Angriffen vor Probleme gestellt hatte, blieb mit einer Verletzung am Sprunggelenk liegen, musste noch in der Halle behandelt und durch Tessa Polder ersetzt werden.

Doch erneut zeigten die „Ladies“ große Moral, steckten auch das weg und erzwangen den Ausgleich zum 22:22. Doch diesmal kam die Aufholjagd zu spät, Dresden ließ sich den Satz nicht mehr nehmen und ging nach dem 25:23 mit 2:1-Sätzen in Führung. Der letzte Durchgang war fast genau das Spiegelbild des vorangegangenen. Die Dresdnerinnen erspielten sich bis zur zweiten technischen Auszeit eine Fünf-Punkte-Führung, die „Ladies“ starten erst im letzten Satzdrittel ihre Aufholjagd und konnten zum 19:19 ausgleichen. Doch dann leistete sich Femke Stoltenborg eine Fahrkarte im Aufschlag, Jeanine Stoeten wurde in der Mitte zweimal geblockt – und den Drei-Punkte-Vorsprung brachte der DSC routiniert über die Ziellinie.

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