Aachen/Köpenick - „Ladies“ zeigen einen souveränen Auftritt

„Ladies“ zeigen einen souveränen Auftritt

Von: rom
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Jubel bei den Spielerinnen der „Ladies in Black“: Die Aachenerinnen fuhren in Berlin in zwei Partien sechs Punkte ein und gaben keinen einzigen Satz ab. Foto: Nicol Marschall

Aachen/Köpenick. Potsdams Trainer Alberto Salomoni wirkte ein wenig ratlos beim Rückblick auf das Spiel seiner Mannschaft gegen die „Ladies in Black“ Aachen in der Volleyball Bundesliga: „Wir haben Abstimmungsprobleme und heute Abend Erkenntnisse gewonnen. Wir müssen noch viel arbeiten. Woran, das hat man heute gesehen“, bewertete der Italiener die 0:3 (16:25, 22:25, 24:26)-Niederlage seiner Spielerinnen gegen das Team von Aachens Trainer Marek Rojko.

Der Blick zurück lässt sich allerdings auch andersherum werten: Die „Ladies“ präsentierten sich in hervorragender Spiellaune, das Angriffsspiel war – auch dank des guten Raum- und Ballgefühls der Zuspielerin Britt Bongaerts – sehr variabel, die Balance stimmte einfach. Nur Aachens Trainer war aus seiner Sicht an der Seitenlinie nicht vollends zufrieden: „Ich muss zugeben, ich habe wenig gefunden, wo wir Probleme hatten.“

Aber wenn man dennoch das Härchen in der Suppe suchen wollte, merkte man dem Spiel von Laura Weihenmaier noch ein wenig an, dass sie erst kurze Zeit bei der Mannschaft ist. „Die Abstimmung klappt noch nicht 100-prozentig. Aber sie ist Kapitänin, geht voran, und weiß selbst, wann sie nicht gut gespielt hat“, sieht Rojko auch hier keine Probleme.

Ihre Startschwierigkeiten in der neuen Liga hat dagegen Britt Bongaerts schnell abgelegt. „Anfangs war sie nervös in der Bundesliga, hat einige Fehler gemacht, aber jetzt sieht man, welches Potenzial sie hat“, bescheinigt Aachens Coach der Niederländerin, die das Spiel der „Ladies“ schwer zu lesen macht: Bälle auf die Außen wechseln mit Zwei-Meter-Schüssen und Pipe-Angriffen – eine denkbar undankbare Aufgabe für den gegnerischen Block.

So führten die Aachenerinnen souverän zur zweiten technischen Auszeit im ersten Satz (16:10), den Dora Grozer beendete. Der zweite Satz war zwar enger, aber ebenso ungefährdet.

Richtige Spannung kam erst beim Kopf-an-Kopf-Rennen im dritten Satz auf. Ein Aachener Doppelblock und ein Angriff von Grozer brachte den ersten Matchpunkt, den Potsdam noch kontern und damit den Spielstand ausgleichen konnte, doch dann legte sich Dora Grozer den nächsten Matchball vor, den sie selbst verwandelte. „Bei solch einer jungen Mannschaft ist immer die Frage, ob sie das Niveau über das gesamte Spiel durchhält“, meint Rojko. Die Antwort gaben die Spielerinnen.

Aachen: Weihenmaier, Svobodnikova (Langgemach), Crkonova, Grozer (Kuciakova), Kosova, Bongaerts, Valachova

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