„Ladies“ wollen vor eigenem Publikum auftrumpfen

Von: rom
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Noch eine Überraschung in der Tasche, spätestens Ostersamstag in Aachen? Marek Rojko,Trainer der „Ladies in Black“. Foto: Matthias Rietschel

Dresden. Eine Siegerehrung, die eine Verliererehrung ist? Richtig Lust hat auf Seiten der „Ladies in Black“ Aachen niemand darauf, beim Rückspiel am Ostersamstag gegen den Dresdner SC in eigener Halle die Bronzemedaille der Deutschen Volleyball Liga als unterlegener Halbfinalist überreicht zu bekommen.

Mit 1:3 (22:25, 25:20, 25:21, 25:20) verlor das Team von Trainer Marek Rojko vor 2876 Zuschauern im ersten Aufeinandertreffen in der Serie „Best of three“ und muss nun die zweite Begegnung gewinnen, um nicht vorzeitig als Geehrter wider Willen dazustehen.

Dabei lieferten die „Ladies“ den Dresdnerinnen einen packenden Kampf und hatten durchaus Chancen, die Halle auch als Sieger zu verlassen. Nach nervösem Beginn auf beiden Seiten mit einer Serie von Aufschlagfehlern waren die Aachenerinnen auf Augenhöhe.

Zwei starke Aktionen von Laura Weihenmaier, die nach Spielende als wertvollste Aachener Akteurin geehrt wurde, brachten den Gleichstand zum 21:21, dann endete ein dramatischer Ballwechsel mit einem Fehler der „Ladies“ – und der Satz kippte zu Gunsten der Gastgeberinnen. „Wir haben das Niveau aus dem Schwerin-Spiel gehalten“, war Aachens Coach trotz des Satzrückstands zufrieden. „Dresden ist ein stärkerer Gegner, aber wir sind noch einmal zurückgekommen.“

Tatsächlich zeigten sich seine Spielerinnen wenig beeindruckt und brachten im zweiten Durchgang den Dauer-Zweiten in arge Nöte: Die „Ladies“ führten zur zweiten technischen Auszeit mit acht Punkten Vorsprung, Dresden kam zwar vor allem durch die beeindruckenden Aufschläge von Kristina Mikhailenko noch einmal heran, doch dann holten die „Ladies“ durch einen Leger von Zuspielerin Femke Stoltenborg, einen Killblock durch Tatiana Crkonova und einen starken Angriff durch Weihenmaier den Satzgewinn. Welche Qualität den Aachenerinnen gegenüber steht, zeigt die Tatsache, dass DSC-Trainer Alexander Waibl unter Druck Nationalspielerin Stefanie Karg auswechseln und dafür Nationalspielerin Corina Ssuschke-Voigt einwechseln konnte. Vergeblich.

Auch in den folgenden Sätzen hatten die „Ladies“ die Chance, Dresden in den Tiebreak zu zwingen. Doch erst war die Aufholjagd im dritten Durchgang nach 17:21-Rückstand auf 21:23 nicht von finalem Erfolg gekrönt, dann lagen die Aachenerinnen im vierten Durchgang schnell mit 6:12 zurück. Die „Ladies“ glänzten mit starken Aktionen durch Karolina Bednarova und Laura Weihenmaier, doch Dresdens Defensive zeigte sich noch stärker, brachte viele Angriffsbälle wieder zurück. Auch die Aufholjagd der Gäste zum 20:22 brachte das Team von Alex Waibl nicht mehr zum Wackeln. Der erste Matchball sorgte für die Entscheidung für Dresden.

„Zwei gute Angreiferinnen sind nicht genug, um Dresden in Verlegenheit zu bringen“, zog Aachens Trainer ein erstes Fazit, nachdem sein Team fast ohne Vorbereitung nach dem Viertelfinal-Triumph über Schwerin die Reise an die Elbe antreten musste. „Aber unsere Spielerinnen können jetzt darauf bauen, dass wir Dresden vor eigenem Publikum schlagen können und ein drittes Spiel erzwingen. Und dann ist alles wieder offen.“

Libera Dominika Valachova, die sich in der Abwehrarbeit aufgeopfert hatte, zog den Vergleich zur Partie in der Hauptrunde, als die „Ladies“ in Dresden förmlich überfahren wurden. „Wir haben viel besser gespielt, aber noch zu viele Fehler gemacht. Die Qualität war von beiden Seiten nicht top. Dresden kann es besser, und wir können es viel besser machen im Rückspiel.“

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