„Ladies“ wollen Revanche für das Hinspiel

Von: Roman Sobierajski
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Der Aachener Annahmeriegel steht: Libera Kirsten Knip (Mitte), unterstützt von den beiden Außenangreiferinnen McKenzie Adams (links) und Nika Daalderop. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Diesen dritten und vierten Satz in der Hinrunde der Volleyball-Bundesliga gegen den USC Münster kann man ohne Übertreibung als Saisontiefpunkt der „Ladies in Black“ Aachen bezeichnen: Die Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum hatte den ersten Durchgang souverän für sich entschieden, um dann umso dramatischer einzubrechen.

Direkt nach dem letzten Ballwechsel sammelte van Hintum ihre Schäfchen ein – und es stellte sich heraus, dass die Kabinenwand nicht dick genug war, um den Ärger der Niederländerin zu schlucken.

Am vorletzten Spieltag der Hauptrunde stehen sich die einzigen beiden NRW-Teams in der Volleyball-Hauptrunde am Mittwoch (19.30 Uhr) in Münster erneut gegenüber. Und während man bei den Unabhängigen das Ende der Hauptrunde förmlich herbeisehnt, bekommt man bei den Aachenerinnen eher den Eindruck, als könnte die Saison jetzt erst richtig losgehen.

Sechsmal gingen die „Ladies“ in den letzten acht Begegnungen als Sieger vom Platz, und von den beiden Niederlagen ist eigentlich nur das 1:3 in Vilsbiburg ärgerlich, während der Auftritt in Dresden, der mit demselben Ergebnis endete, eher in die Kategorie gehört, einem Topteam alles abverlangt und über weite Strecken der Begegnung auf Augenhöhe agiert zu haben. Eine Einschätzung, die auch durch die Spielstatistik unterlegt wird: Die DSC-Spielerinnen erhielten (auf einer Skala von 1 bis 10) eine Durchschnittswertung von 6,28, die der „Ladies“ liegt mit 6,22 nur marginal darunter.

Für die Aachenerinnen geht es im vorletzten Auftritt der Saison eigentlich nur um die Revanche für das Hinspiel und die Pflege des Selbstvertrauens vor den anstehenden Pre-Play-offs. Zwar könnten die „Ladies“ theoretisch noch nach Punkten gleichziehen, doch da das nächste Platzierungskriterium die Anzahl der Siege ist, wäre der Sprung an Münster vorbei (bislang elf Siege) für die „Ladies“ (acht) nicht mehr möglich.

Für Münster hingegen hat der letzte Heimspielauftritt gegen die Aachenerinnen vorentscheidende Bedeutung dafür, ob der Sprung zurück auf Platz sechs und damit die direkte Qualifikation für die Play-offs noch gelingen kann. „Der Druck ist da, und den brauchen wir“, sagt etwa Münsters Kapitänin Leonie Schwertmann vor der Begegnung mit den „Ladies“. „Wir wollen gegen Aachen noch einmal zeigen, was wir können.“

Verzichten muss Münsters Coach Andreas Vollmer allerdings auf seine mit Abstand gefährlichste Angreiferin: Für die US-Amerikanerin Erica Wilson ist die Saison wegen eines gebrochenen Fingers vorzeitig beendet. Und die Aachenerinnen könnten mit einem Sieg in Münster Platz acht – und damit erstes Heimspielrecht in den Pre-Play-offs – absichern.

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