„Ladies“ wollen keine Geschenke verteilen

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
9129623.jpg
Auf Augenhöhe in der vergangenen Saison: Aachens Tatiana Crkonova im Angriff gegen den Schweriner SC. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Dreimal müssen die „Ladies in Black“ Aachen in diesem Jahr insgesamt noch antreten: Am heutigen Samstag (19 Uhr) in der Volleyball-Bundesliga gegen den Schweriner SC, einen Tag nach Weihnachten dann ebenfalls vor eigenem Publikum im Pokal gegen die Roten Raben Vilsbiburg, und dann beginnt mit dem Auftritt beim MTV Stuttgart bereits die Rückrunde der Bundesliga, bevor die ersten Böller und Raketen das neue Jahr begrüßen.

Aber auch wenn die Festtage nahen, „wir treten da nicht an, um Geschenke an Schwerin zu verteilen“, will Aachens Kapitänin Karolina Bednarova gegen eine der Top-Mannschaften der Liga nicht als Weihnachtsfrau auftreten. „Wir geben alles, um den Gästen das Leben schwer zu machen“, lautet die kämpferische Ansage der 28-Jährigen, für die die beiden Siege über Schwerin im Viertelfinale der letztjährigen Play-offs noch lebendig sind.

Für ihren Trainer Marek Rojko steht ebenfalls nur das Ligaspiel gegen Schwerin im Fokus, „die Pokalpartie gegen Vilsbiburg ist natürlich sehr wichtig, aber noch weit weg“. Wobei die Analyse des Gegners nicht leichtfällt, auch wenn das Trainerteam einiges an Zeit darin investiert hat: „Die Schweriner haben eigentlich zwei erste Startformationen, mal treten sie mit der einen an, mal mit der anderen. In der einen Partie wechseln sie nur zwei Spielerinnen aus, in der anderen kommen sie mit einer ganz anderen Formation am Ende der Begegnung an“, lautet die Nicht-Analysierbarkeit des „besten Teams der Liga, was das Finanzielle betrifft, aber auch die Qualität und das Niveau des Spiels und der Spielerinnen“, wie Rojko den Hut vor dem anstehenden Gegner zieht.

So bleibt dann nur, Stärken und Schwächen jeder einzelnen Spielerin akribisch zu notieren und abzuwarten, wen Schwerins Trainer Felix Koslowski im Bewährungsspiel für seine Mannschaft aufbieten wird. Denn die Mannschaft ist angeschlagen, hat zuletzt gegen Wiesbaden ebenso eine Tiebreak-Niederlage kassiert wie im Pokal-Viertelfinale gegen Münster – und somit schon ein Saisonziel klar verfehlt. „Schwerin tritt an, um alles zu gewinnen“, ist Aachens Trainer überzeugt.

„Biss, Charme und gute Laune“

Unterdessen macht sich der SSC auf der eigenen Homepage selbst Mut für die Partie und verspricht unter dem Motto „Wir greifen wieder an“, dass man mit „Biss, Charme und guter Laune“ die „Ladies“ zur Weißglut bringen will. Zumal der Gegner auch „einen Heimkomplex hat“ und vor eigenem Publikum noch keine Partie gewinnen konnte. Klingt ein wenig wie das Pfeifen im Walde, und so fordert Rojko von seinem Team auch, „dass es nach der hervorragenden Trainingswoche sein bestes Niveau abruft. Schwerin muss unbedingt gewinnen, wir nicht. Aber wir wollen noch einmal eine Superleistung zeigen, bevor es in die viertägige Weihnachtspause geht.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert