„Ladies“ vor dem Viertelfinale: „Wir haben nichts zu verschenken“

Von: Roman Sobierajski
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Keinen Ball verloren geben: Libera Kirsten Knip (v.l.), Nika Daalderop und Ioana Baciu im gemeinsamen Bodeneinsatz. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Zumindest Frauke Neuhaus denkt schon weit über das am Samstag (19 Uhr) anstehende Play-off-Viertelfinale gegen den Schweriner SC hinaus: „In der nächsten Saison suchen wir uns dann einen leichteren Gegner aus“, ulkt die Diagonalangreiferin der „Ladies in Black“ Aachen vor dem ersten Kräftemessen beim souveränen Hauptrunden-Ersten der Volleyball-Bundesliga.

In beiden Aufeinandertreffen in der Liga ging Schwerin – 19 Siege aus 22 Begegnungen – mit 3:0 als Gewinner vom Platz. Das Rückspiel am letzten Hauptrunden-Spieltag in Aachen hätte jedoch durchaus auch ein anderes Ergebnis verdient. „Man bekommt sie nie richtig zu Boden, sie kriegen immer die zweite und dritte Luft. Manchmal fehlten nur noch Kleinigkeiten, wo wir ein bisschen besser waren“, kam das Lob auch vom Schweriner Trainer für den kampfstarken Auftritt der „Ladies“.

Auch sein Gegenüber Saskia van Hintum bewertet die 77 Spielminuten äußerst positiv. „Wir haben zu Hause gegen Schwerin wirklich gut gespielt und hatten die Chance, einen, vielleicht sogar zwei Sätze für uns zu entscheiden“, sagt die 46-Jährige selbstbewusst. „Im Hinspiel konnten wir dagegen immer nur bis zur ersten technischen Auszeit mithalten, dann hat Schwerin angezogen, und das war es dann. Doch meine Mannschaft hat sich seitdem stark verbessert und ist deutlich selbstbewusster geworden.“ 

Tatsächlich hatten die Aachenerinnen in der „Crunchtime“ des ersten und des dritten Satzes die Chance, das Team von Trainer Felix Koslowski unter Druck zu setzen, und tatsächlich fehlte das vielzitierte Quäntchen Glück, das das Pendel letztendlich Richtung Gegner ausschlagen ließ. Aber van Hintum weist auch auf den grundlegenden Unterschied zwischen dem CEV-Cup-Teilnehmer und ihrer eigenen Mannschaft hin: „Schwerin verfügt über  14 Spielerinnen, kann zwei komplett unterschiedliche Startformationen stellen.“

Zudem musste der SSC beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams auf den Einsatz von Diagonalangreiferin Louisa Lippmann verzichten, beim letzten internationalen Auftritt der Schwerinerinnen zur wertvollsten Spielerin des Matches und zur gefährlichsten Angreiferin gewählt. Und dass die „Ladies“ zum Rückspiel am Mittwoch nach Maaseik umziehen müssen, weil die Volleyball-Bundesliga die Halle an der Neuköllner Straße wegen der Restriktionen der Liga für Play-off-Spiele nicht zugelassen hat, macht die Aufgabe nicht unbedingt einfacher.

„Wir werden uns auf das Rückspiel wie auf eine Auswärtspartie vorbereiten“, kündigt Aachens Trainerin an, die mit ihren Spielerinnen ein Tageshotel beziehen wird, um mit dem Training am Morgen des Spieltags und der erneuten Anreise zum Match nicht stundenlanges Hin- und Herfahren mit dem Bus in Kauf nehmen zu müssen.
Auch wenn die Ausgangslage zum Erreichen des Halbfinales schon deutlich günstiger gewesen ist, kann man Schwerin auch als optimalen Gegner sehen: „Das Niveau wird ein anderes sein, wir spielen gern gegen gute Mannschaften  und haben nichts zu verschenken.“

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