Aachen - „Ladies“: Vertrag mit Cheftrainerin um zwei Jahre verlängert

„Ladies“: Vertrag mit Cheftrainerin um zwei Jahre verlängert

Von: Roman Sobierajski
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Klare Ansage, klares Ziel: Mit Trainerin Saskia van Hintum gehen die „Ladies in Black“ Aachen auch in die kommenden zwei Spielzeiten. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Auf Seiten der Verantwortlichen der „Ladies in Black“ Aachen war der Wille klar erkennbar, mit Trainerin Saskia van Hintum auch die Zukunft zu gestalten: „Wir waren uns schnell einig, dass wir mit ihr weiterarbeiten wollen“, meint Sportdirektor Sebastian Gutgesell.

Und auch die 46-jährige Niederländerin hat nach einer Saison in der Volleyball-Bundesliga Lust auf mehr: „Niemand wusste zu Saisonbeginn, ob unsere Ideen funktionieren. Jetzt kann ich mir keinen besseren Standort dafür vorstellen.“

Und weil es so ist, wurden am Montagnachmittag beim Training die Spielerinnen darüber informiert, dass die Trainerin der „Ladies“ auch in den kommenden zwei Jahren Saskia van Hintum heißen wird. Und auch ihr „Co“ Erik Reitsma verlängerte, so dass das Trainergespann komplett erhalten bleibt. Ein starkes Zeichen an die Mannschaft, dass der eingeschlagene Weg zu einem guten Stück absolviert wurde – und Kontinuität die kommenden Spielzeiten prägen soll.

„Wir haben hier komplett neu begonnen“, erinnert van Hintum an den Kaltstart nach der Insolvenz zu Saisonbeginn. „Der Auftakt war gut, aber wir haben noch viele Möglichkeiten, uns selbst weiter zu bringen“, sieht sich van Hintum immer noch als Entwicklungshelferin in Sachen Profisport. Und wäre sie mit dem Erreichten zufrieden, dann wäre sie wohl nicht sie selbst, und so lautet die Ansage: „Bestimmte Dinge möchte ich noch verbessert sehen.“

Doch sind es nicht nur die sportlichen Aspekte, die für die Jahre zwei und drei gesprochen haben: „Ich erlebe große Anerkennung in der Stadt und Zuspruch für die Ladies. Die Leute drücken uns die Daumen. Das macht schon Spaß“, stellt van Hintum fest – und wundert sich immer noch über die große Aufmerksamkeit, die ihre Arbeit hervorruft. Auch das mediale Interesse an diesem deutsch-niederländischen Projekt ist nicht gerade klein.

Und es vergeht kaum ein Heimspiel, bei dem nicht ein Berichterstatter einer Fachpublikation oder der niederländischen Tagespresse zu Gast ist, um über solche Mysterien wie „Hexenkessel“ oder „Black is back“ zu philosophieren. Um verwundert festzustellen, dass die Zuschauertribünen schon eine Stunde vor Spielbeginn prall gefüllt sind – auch in den Stadien der Fußball-Bundesliga keine Selbstverständlichkeit.

So steht der Star der Mannschaft unbestritten an der Seitenlinie, und genau dieser Umstand dürfte von Vereinsseite mit in die Waagschale geworfen werden, wenn es in den kommenden Tagen und Wochen darum geht, auch die Schlüsselspielerinnen für die kommende Spielzeit an den Verein zu binden. „Wir wollen nicht wieder so einen großen Umbruch in der Mannschaft haben, wie zu Saisonbeginn“, sagt der Sportdirektor der „Ladies“ im Bemühen, den sich in der Rückrunde abzeichnenden Erfolg in der kommenden Saison fortzusetzen. Sportliches Ziel ist es, mit Teams wie Wiesbaden, Münster und Potsdam auf Augenhöhe zu agieren und ohne den Umweg über die Pre-Play-offs direkt für die finale Runde qualifiziert zu sein.

Dass dies nicht nur mit gutem Willen zu erreichen ist, ist allen Beteiligten klar – und so hat van Hintum auch um die Verbesserung der Strukturen rund um die Mannschaft gekämpft. Und um eine vierte Außenangreiferin für die kommende Saison, was nicht nur die Trainingsarbeit mit zwölf Akteurinnen erleichtert, sondern auch mehr Variationsmöglichkeiten im Spiel bietet.

Ob sich die Euphorie nach dem perfekten Spiel gegen Köpenick konservieren ließ, können die „Ladies“ bereits am Mittwoch (19 Uhr) zeigen: Dann tritt das Team beim SC Potsdam an.

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