„Ladies“ siegen beim SC Potsdam in drei Sätzen

Von: Roman Sobierajski
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Kräftemessen hoch über der Netzkante: Aachens Außenangreiferin McKenzie Adams (Nr. 13), zur wertvollsten Spielerin gewählt, im Kampf mit dem Potsdamer Block. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Dass Aachen in der Volleyball-Bundesliga gegen Köpenick eine bärenstarke Leistung gezeigt hatte, war unter den 1069 Zuschauern der Partie unwidersprochen. Ob dies auch gegen eine starke Mannschaft gelingen könnte, wurde zumindest heiß diskutiert.

Nun: Die „Ladies in Black“ gaben bereits in der nächsten Partie den Befürwortern dieser These eindrucksvoll Recht und schlugen den Tabellenvierten SC Potsdam in eigener Halle glatt in drei Sätzen (25:23, 25:13, 25:19). „Aachen hat sehr stark gespielt, und bei uns hat nichts geklappt“, räumte Potsdams italienischer Trainer Davide Carli nach dem für ihn quälenden Vortrag ein, dem man aus seiner Sicht nur einen positiven Aspekt abgewinnen kann: Seine Qual dauerte nur 73 Minuten.

Doch auch Carli dürfte davon beeindruckt gewesen sein, wie hoch das spielerische Niveau der Aachenerinnen über fast die gesamte Partie war. Wollte man partout das Haar in der Suppe suchen, dann fiele einem nur ein kurzer Abschnitt in der Mitte des ersten Satzes ein, als Außenangreiferin McKenzie Adams den Potsdamerinnen erst zwei Punkte schenkte und dann noch einen Angriffsball zum 13:13-Ausgleich für Potsdam verschlug.

Doch das war auch schon die „stärkste Phase“ des SCP. Selbst wenn die Angriffe der „Ladies“ nicht sofort zu Punkten führten, lässt sich immer noch positiv bewerten, mit welcher Ruhe, auf Block und Feldabwehr vertrauend, neu aufgebaut wurde, bis es passte.

Darüber hinaus gestatteten sich die „Ladies“ deutlich weniger Servicefehler als der Gegner, der so auch den Satzball im ersten Durchgang „lieferte“, und die Aachener Aufschläge entfalteten so viel Druck, dass viele Zuspiele nur von der Drei-Meter-Linie gespielt werden konnten.

Das wiederum erleichterte Femke Stoltenborg, die das gesamte Repertoire ausspielte, die Verteilarbeit: Die beiden Mittelblockerinnen Anna Kalinovskaya (50 Prozent) und Jeanine Stoeten (67 Prozent) erreichten Top-Angriffsquoten – und McKenzie Adams – mit zwölf Punkten erfolgreichste Scorerin und als wertvollste Spielerin ausgezeichnet – ließ den kleinen Hänger im ersten Durchgang schnell vergessen.

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