Ladies in Black: „Und das soll nicht weitergehen?“

Von: rom
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Gibt es doch noch Hoffnung für die Ladies in Black? Foto: Andreas Steindl

Aachen. André Schnitker ist als Hallensprecher der „Ladies in Black“ ohnehin für die emotionalen Momente zuständig und kann die größten emotionalen Momente in seinem Leben in einem Satz zusammenfassen: „Meine Hochzeit, die Geburt meiner Kinder und unser Volleyball-Pokalfinale.“

Beim „Netzgeflüster“ mit Fans und Sponsoren zur Lage beim insolvenzbedrohten Bundesligisten  ließ Schnitker noch eine rhetorische Frage folgen: „Und das soll jetzt nicht weitergehen?“

Wie es weitergehen könnte, führte der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Dreschers aus. „Wir müssen noch 90.000 bis 100.000 Euro einwerben, um bis zum 30. Juni 2017 durchatmen zu können“, umriss Dreschers die aktuelle Lücke. Von der rechtlichen Seite her habe man drei Monate Zeit, die Spielbetriebs GmbH wieder ans Laufen zu kriegen, aber mit Blick auf die Verpflichtung von Spielerinnen und Trainern „werden wir vorher wissen müssen, wie es weitergeht“, sagte Dreschers und verwies darauf, dass die Volleyball-Bundesliga die Anstrengungen wohlwollend begleite.

Und das Thema Verpflichtung neuer Spielerinnen sei in der momentanen Lage durchaus ein ernstes, führte Ralph Kranzhoff aus – sollten die „Ladies“ auch in der kommenden Saison noch erstklassig sein. „Im Moment sind noch zwei oder drei Spielerinnen da, neun haben andere Vereine“, führte Kranzhoff aus. „Auch die Situation mit Trainer Manuel Hartmann ist noch nicht geklärt.“ Man arbeite an einem Konzept, „und der Weg, den wir gehen wollen wird für Aufsehen sorgen.“

Viele der Fragen aus dem Publikum drehten sich anschließend darum, ob eventuelle Zuwendungen nicht in der Insolvenzmasse unterzugehen drohen. Mit seiner Antwort konnte Dreschers die Befürchtungen entkräften: „Ich kann  Treuhandkonten eröffnen, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sind“, führte der Rechtsanwalt aus. „Und das Geld wird dort sogar verzinst.“

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