„Ladies in Black“: Ticket für die Play-offs gelöst

Von: Roman Sobierajski
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Zu schnell für den Köpenicker Block: Aachens Außenangreiferin McKenzie Adams. Foto: Ulli Mühlhoff

Aachen. Die ersten Glückwünsche kamen aus Texas: Außenangreiferin McKenzie Adams und die „Ladies in Black“ Aachen hatten gerade mit einem glatten 3:0 (25:20, 29:27, 25:20) über den Köpenicker SC den Einzug in das Play-off-Viertelfinale geschafft, da meldeten sich auch schon ihre stolzen Eltern.

Mit dem zweiten Sieg in der Serie „best of three“ buchte das Team von Trainerin Saskia van Hintum den achten Platz in der Finalrunde und trifft nun am Samstag (19 Uhr) auf den Schweriner SC. Den Grundstock für den Gewinn des ersten und des dritten Satzes legte schon in den Anfangsphasen Aachens Zuspielerin Femke Stoltenborg, nach der Partie als wertvollste Spielerin des Matchs ausgezeichnet, mit starken Aufschlagserien: Im ersten Durchgang legten die „Ladies“ damit ein 5:0 vor, im zweiten immerhin ein 4:0. Ausreichend, um den Satz ohne Probleme siegreich über die Bühne zu bringen: Die Aachenerinnen waren vor nur 300 Zuschauern in allen Spielelementen einfach eine Klasse besser.

Über 50 Prozent Erfolgsquote

Die starken Aufschläge setzten die Köpenicker Annahme unter Druck, was der starke Block nicht abräumte, landete häufig genug bei Libera Kisten Knip. Und dass Stoltenborg auch im Zuspiel eine herausragende Rolle spielte, zeigen die Erfolgsquoten der Aachener Angreiferinnen: Alle, die über die gesamte Distanz durchspielten, kamen deutlich über 50 Prozent. Ein Longline-Schlag von Tessa Polder entschied Satz eins, den Schlusspunkt setzte Mittelblockerin Jeanine Stoeten mit einem schönen Überkopf-Angriff.

Lediglich im zweiten Satz kam Spannung auf, auch wenn man den Eindruck hatte, dass eigentlich „nichts anbrennen kann“. Die Köpenickerinnen gingen beim Stand von 11:10 im mittleren Durchgang erstmals in der gesamten Partie in Führung, doch in der Entscheidungsphase des Satzes hatte dann McKenzie Adams ihre stärkste Phase: Die „Ladies“ wehrten erst drei Satzbälle des KSC in Folge ab, zwei erfolgreiche Angriffe der 25-jährigen US-Amerikanerin sorgten dann für das 27:26 für die Aachenerinnen. Der erste Satzball wurde noch vergeben, doch der zweite, durch einen der vielen Aufschlagfehler der Köpenickerinnen geschenkt, wurde durch den Aachener Block genutzt.

„Meisterschaftsaspirant Schweriner SC wird sicher nicht den Fehler machen, die ‚Ladies‘ in den nächsten Spielen zu unterschätzen“, kamen ehrliche Glückwünsche des Unterlegenen, dem mehr droht als nur das Ende der Saison: Berliner Zeitungen berichten von drohender Insolvenz in der kommenden Spielzeit.

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