„Ladies in Black“ starten in die neue Spielzeit

Von: Roman Sobierajski
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Augen zu und durch? Keineswegs, Libera Dominika Valachova (links) und Kapitänin Karolina Bednarova bilden in der Annahme ein eingespieltes Duo. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. 186 Tage ist es her, dass in der Halle an der Neuköllner Straße die Bundesliga-Volleyballerinnen der „Ladies in Black“ Aachen in einem Pflichtspiel um Punkte und Sätze kämpften. Der spätere Meister Dresdner SC wurde im zweiten Play-off-Halbfinale geschlagen, das dritte und entscheidende Spiel um den Finaleinzug wurde erzwungen, der Rest ist Geschichte.

Am Mittwoch (19.30 Uhr) gastiert der SC Potsdam zum Auftaktspiel der neuen Saison in Aachen. Ein Ausblick.

Der Kader: Sechs Abgänge musste das Team verkraften, darunter mit Laura Weihenmaier (Außenangriff), Femke Stoltenborg (Zuspiel) und Yvon Belien (Mittelblock) auch drei Stammspielerinnen und tragende Säulen des Aachener Spiels. Auch ein Preis der erfolgreichen Spielzeit 2013/14. Gegen Potsdam werden zum Saisonauftakt voraussichtlich also mindestens drei „Neu-Ladies“ in der Startformation stehen. Das Aachener Trikot tragen in der kommenden Spielzeit Dora Grozer und Srna Markovic (Außen/Annahme), Simona Kosova und Ivona Svobodnikova (Mittelblock), Marija Pucarevic (Zuspiel) und Maja Burazer (Diagonal).

Annahme/Abwehr: Hier dürften die Zuschauer mit großer Wahrscheinlichkeit die wenigsten Veränderungen erwarten, was aber auch Aachens Trainer Marek Rojko wenig bedauert: „Dominika Valachova und Karolina Bednarova haben sich von Anfang an prächtig verstanden, sind eingespielt und agieren hervorragend miteinander“, sieht der 37-Jährige hier eine der Stärken seines Teams. Dass die beiden neuen Spielerinnen auf der Außenposition noch keine 19 Jahre alt sind, bereitet Rojko ebenfalls keine Kopfschmerzen. „Srna Markovic ist viel erfahrener, als man bei ihrem Alter glaubt, und Dora Grozer kommt zwar aus der 2. Liga, hat aber eine riesige Entwicklung gemacht.“

Mittelblock: Hier sollten die Aachenerinnen eine der (wenigen) Schwächen der Vorsaison ausgemerzt haben, neben Tatiana Crkonova, die bereits im Vorjahr auf konstant gutem Niveau agierte, hat Aachens Coach mit Simona Kosova und Ivona Svobodnikova – mit 1,91 Meter größte Spielerinnen im Kader der „Ladies“ – zwei gleichwertige Alternativen, kann also bei Formschwäche oder Ausfall durch Verletzung reagieren oder situativ wechseln.

Zuspiel: Für die abgewanderte niederländische Nationalspielerin Femke Stoltenborg wurde die Serbin Marija Pucarevic verpflichtet. Die 24-Jährige kam vom israelischen Klub Hapoel Irony Kiryat Ata, hat aber für Suhl bereits auch schon Bundesliga-Erfahrung gesammelt. Pucarevic wird mit Ron Ponte um die Position als Stamm-Zuspielerin streiten. Ob der Weggang Stoltenborgs zu 100 Prozent kompensiert werden kann, müssen die ersten Spiele der Saison zeigen.

Diagonal: Die zweite Schwäche des Aachener Spiels im Vorjahr: Hatte Jordanne Scott auf dieser Position einen guten Tag, war das Spiel der „Ladies“ druckvoll und variantenreich, bei weniger sonnigen Auftritten der US-Amerikanerin beschränkt auf Aktionen der beiden Außenangreiferinnen Weihenmaier und Bednarova – für den Gegner relativ leicht lesbar. Dieses Manko soll nun Maja Burazer beheben, in die Aachens Trainer bei der risikoreichen „Arbeit“ auf dieser Position sein Vertrauen setzt. „Ich bin vom Potenzial von Maja Burazer, die übrigens auch noch eine sehr fleißige und engagierte Spielerinnen ist, komplett überzeugt“, verteilt Rojko Vorschuss-Lorbeeren, schränkt aber zugleich ein: „Ich will diese Leistung aber auch während der Spiele auf dem Platz sehen.“ Eine weitere Qualität der Kroatin, die wegen ihrer Nationalmannschafts-Berufung erst spät zum Kader gestoßen ist: Die 1,88 Meter große Diagonalspielerin beherrscht auch Angriffsschläge aus dem Hinterfeld, was das Offensivspiel variabler macht.

Aussichten: „Wir haben uns jetzt einmal sehr gezielt auf Potsdam vorbereitet“, sieht Rojko den Zeitpunkt für eine seriöse Prognose noch nicht gekommen. „Einige Teams aus dem Mittelfeld haben sich gut verstärkt, es wird also auf jedes einzelne Spiel ankommen.“ Ein Versprechen hält der Slowake dennoch für das Aachener Publikum – und die anderen Klubs – bereit: „Wir wollen mit unserem Spiel Spaß und Emotionen vermitteln. Und jeder Gegner soll sich darauf einstellen, hier am Limit spielen zu müssen, um gegen uns bestehen zu können.“

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