Aachen - „Ladies in Black“: Schwerin hat die besseren Antworten

„Ladies in Black“: Schwerin hat die besseren Antworten

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
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Die „Ladies“ unterlagen den Spielerinnen des Schweriner SC am Samstagabend klar in drei Sätzen. Foto: Wolfgang Birkenstock
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In die Bresche gesprungen: Zuspielerin Silvia Baradel (links) stand das erste Mal in der Startformation der „Ladies“. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Den Schlag mussten die „Ladies in Black“ Aachen erst einmal verdauen: Ausgerechnet vor der Spitzenpartie der Volleyball-Bundesliga fiel Zuspielerin Britt Bongaerts aus. Die Niederländerin musste sich in dieser Woche einer Zahn-OP unterziehen und war nicht spielbereit.

An ihrer Stelle lenkte Silvia Baradel das Aachener Spiel, und es war sicher nicht ihr Verschulden, dass der erwartete Schlagabtausch zu einer recht einseitigen Angelegenheit geriet: Schwerin setzte sich in nur 76 Minuten mit 3:0 (25:19, 25:22, 25:17) durch und festigte seine Spitzenposition. Das Team von Aachens Coach Marek Rojko rutschte dagegen auf Platz fünf ab. „Silvia Baradel hatte eine schwere Aufgabe, gerade gegen Schwerin in die Bresche springen zu müssen, aber sie hat das gut gemeistert“, lobte Rojko die Italienerin, die erstmals in der Startformation stand.

Vor allem im ersten Satz waren die Gäste vor 926 Zuschauern über weite Strecken drückend überlegen: Der Rekordmeister führte zur zweiten technischen Auszeit mit elf Punkten Vorsprung, bevor die Mannschaft um Aachens Kapitänin Laura Weihenmaier, die ein starkes Spiel zeigte, ihre Aufholjagd startete. „Wir sind zu ängstlich in dieses Spiel gegangen und es hat gedauert, bis wir uns gefangen haben“, kommentierte Rojko den misslungenen Start.

Der zweite Durchgang war dann lange Zeit offen, die „Ladies“ hatten durchaus die Chance, zum Satzausgleich zu kommen, leistete sich aber zu viele Fehler im Angriff: 15 Aachener Angriffsfehler im gesamten Spielverlauf standen auf Schweriner Seite nur fünf gegenüber, was sicher den Ausschlag gegeben hat, dass der SSC auch den zweiten Durchgang für sich entschied. „Wir haben Aachen wieder ins Spiel kommen lassen“, ärgerte sich Schwerins Coach Felix Koslowski zwar, befand aber auch: „In den entscheidenden Phasen hatten wir immer die bessere Antwort.

Nach dem 0:2-Satzrückstand war die Begegnung eigentlich schon entschieden, auch wenn Aachens Trainer noch einmal eine taktische Änderung versuchte und Weihenmaier auf der Diagonalposition einsetzte. Doch dann hatte Schwerin auch noch das Glück auf seiner Seite und punktete mit vier Netzrollern und einer Aufschlagserie von Tabitha Love. Ob Britt Bongaerts für die Partie am Mittwoch im Pokal-Halbfinale in Dresden wieder eingesetzt werden kann, soll heute eine Untersuchung ergeben.

Aachen: Weihenmaier, Svobodnikova (Langgemach), Crkonova (Kuciakova), Grozer, Kosova, Baradel, Valachova

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