Aachen - „Ladies in Black“: Nach drei Niederlagen in Folge gegen Stuttgart II

„Ladies in Black“: Nach drei Niederlagen in Folge gegen Stuttgart II

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Und dann den Klenkes zum Himmel: Die „Ladies in Black“ Aachen sollten Mittwoch im Pokal-Achtelfinale weniger Probleme haben als zum Saisonstart. Foto: Wolfgang Birkenstock
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Kein Bedarf an Aktionismus: Sportdirektor Reinhard Strauch. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Mit drei Niederlagen sind die „Ladies in Black“ Aachen in die neue Spielzeit der Volleyball-Bundesliga gestartet, zuletzt gab es gegen den USC Münster eine herbe Abfuhr. Vor dem Auftritt der Mannschaft von Trainer Marek Rojko bei der Zweitvertretung vom MTV Stuttgart im Pokal-Achtelfinale am Mittwoch sprach Roman Sobierajski mit Reinhard Strauch, dem Sportdirektor der Bundesliga-Mannschaft.

Herr Strauch, welche Gedanken sind Ihnen nach dem 0:3 gegen Münster durch den Kopf gegangen?

Strauch: Ich habe gedacht, dass wir in der letzten Saison auf einer Welle des Erfolgs geschwommen sind. Jetzt haben wir eine komplett andere Situation, mit der wir umgehen müssen. Wir haben noch nie zu Beginn der Saison drei Spiele in Folge verloren. Man merkt aber auch, dass die Spielerinnen nach der erfolgreichen Vorsaison unter einem ganz anderen Erwartungsdruck stehen. Für einige eine ganz neue Erfahrung.

Wie bewerten Sie die gezeigte Leistung?

Strauch: Die ist ganz sicher ausbaufähig. Unser Trainer ist auch nicht unbedingt glücklich mit dem, was die Spielerinnen gezeigt haben. Vom Potenzial her steckt viel mehr in der Mannschaft, nur abgerufen hat sie es bislang noch nicht.

Finden Sie es nicht ungewöhnlich, dass der Trainer in der laufenden Saison erklärt, man habe sich in der Vorbereitung nicht mit dem Gegner beschäftigt, sondern an den eigenen spielerischen Fähigkeiten gearbeitet?

Strauch: Marek Rojko wird sich schon mit dem USC Münster auseinandergesetzt haben, wenn vielleicht auch nicht so intensiv wie sonst üblich. Und sich nach der Niederlage in Vilsbiburg mit den eigenen Stärken zu beschäftigen und sie in den Vordergrund zu stellen, war sicher auch nicht der falsche Weg.

Wo sehen Sie die Stärken dieser Mannschaft?

Strauch: In den Blockabwehr-Situation stehen wir sicher besser da als in der letzten Saison. Allerdings haben wir nicht ein, zwei herausragende Angreiferinnen in der Mannschaft. Wir müssen über die Zusammenarbeit, das System in der Mannschaft funktionieren. Und das ist natürlich schwieriger herzustellen, als würde man immer auf die eine Ausnahmeangreiferin spielen können, die über eine Angriffshöhe von 3,50 Meter verfügt. An dieser Stelle werden wir ansetzen müssen.

Sehen Sie als Sportdirektor nach dem missglückten Start nicht die Notwendigkeit, regulierend einzugreifen?

Strauch: Natürlich führen wir Gespräche, aber es gibt keinen Grund, jetzt hektisch und aktionistisch zu reagieren. Fakt ist, dass das Mittelfeld der Liga einfach enger zusammengerückt ist. Siege gegen Mannschaften wie Potsdam oder Münster sind keine Selbstverständlichkeit, und auch Hamburg oder Köpenick sind im Vergleich zum Vorjahr stärker geworden. Wir müssen zu unserer Leistung finden, für den dritten Platz aus dem letzten Jahr können wir uns nichts kaufen.

Kommt das Pokalspiel gegen die Zweite Mannschaft der Stuttgarterinnen nach den Misserfolgen in der Bundesliga psychologisch genau zum richtigen Zeitpunkt?

Strauch: Ein Erfolgserlebnis zum jetzigen Zeitpunkt schadet nicht. Es wäre bestimmt Balsam auf unsere Wunden, wenn wir ein überzeugendes Ergebnis einfahren. Anschließend warten mit Wiesbaden und Dresden in der Bundesliga zwei richtig starke Gegner auf unsere Mannschaft. Aber das könnten dann sogar leichtere Aufgabe sein als gegen Teams aus dem Mittelfeld, die auf Augenhöhe sind.

Was passiert im Fall einer Niederlage im Pokal-Achtelfinale?

Strauch: Damit rechne ich nicht.

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