„Ladies in Black“ imponieren: Aachen schlägt Münster 3:1

Von: Roman Sobierajski
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So sieht Freude pur aus: Zuspielerin Femke Stoltenborg (links) jubelt mit den Diagonal-Angreiferinnen Tatiana Crkonova und Jordanne Scott. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Ein Duell auf Augenhöhe war im Vorfeld erwartet worden zwischen dem Tabellensiebten der Volleyball-Bundesliga „Ladies in Black“ Aachen und dem Dritten, dem USC Münster. Am Ende war es aber eine klare Angelegenheit.

Da mussten sich die drei Münsteraner Volleyball-Legenden Andrea Berg, Judith Pelzer (früher Flemig) und Anglina Hübner (früher Grün), die auch lange Wochen das Aachener Trikot getragen hat, doch selbst ein Bild machen in der Halle an der Neuköllner Straße. Was die drei Münsteranerinnen gesehen haben, dürfte ihnen allerdings wenig gefallen haben: Die „Ladies in Black“ Aachen fertigten in der Volleyball-Bundesliga die Gäste des USC Münster mit 3:-1 (25:22, 26:24, 23:25, 25:9), wobei der finale Satz schon fast einer Demontage gleichkam – einstellig, Höchststrafe. „Ich bin ungeheuer stolz auf meine Mannschaft. Unglaublich, was das Team hier abgeliefert hat, nachdem die Hälfte fast drei Wochen bei den jeweiligen Nationalmannschaften gewesen ist“, befand Aachens Trainer Marek Rojko, wie immer noch erschöpfter als seine Spielerinnen.

Der Schlüssel des Erfolgs: Die „Ladies in Black“ und der Trainerstab hatten das richtige Mittel gegen eine der stärksten USC-Waffen gefunden. Nur zwei Spieler übernehmen bei gegnerischen Aufnahme die Feldabwehr, um die starke Angreiferin Ashley Benson - drittbeste Angreiferin der Liga - in Szene zu setzen. Doch der Aachener Druck war vor allem in der Endphase der ersten beiden Sätze einfach zu stark. Im ersten Satz lagen die „Ladies“ bis zur Hälfte des Durchgangs zwar hinten, glichen dann aber durch starke Blocks und die durchschlagende Kombination mit Überkopf-Zuspielen durch Femke Stoltenborg auf die starke Diagonalangreiferin Jordanne Scott aus und zogen auf 24:22 davon. Den Schlusspunkt setzte dann Stoltenborg mit einem Bauerntrick ins gegnerische Feld.

Rückkehr auf die Play-off-Plätze

Der zweite Durchgang sah vor 892 Zuschauern erneut das USC-Team vorn, dann ging Aachen mit 23:20 in Führung - und dann sahen die Zuschauer einen wahren Krimi: Der USC kämpfte sich noch einmal heran, hatte bei 24:23 selbst einen Satzball - und konnte ihn nicht nutzen. Die „Ladies“ zeigten keine Nerven, dafür umso mehr Kampfgeist und gewannen mit 26:24 - durch einen technischen Fehler des Gegners.

Dass man Münster aber nue abschreiben darf, zeigte Durchgang drei: „Wir haben die Chance, das Match mit 3:0 zu gewinnen, leisten uns zwei kleinere Fehler und haben das Nachsehen“, fand Rojko noch ein Haar in der fast makellosen Suppe.

Wer allerdings gedacht hat, die Begegnung würde noch einmal kippen, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Im Gegenteil: Aachen pulverisierte die Gäste aus Westfalen förmlich, vor allem Yvon Belien war kaum zu halten und sorgte mit zwei Monsterblocks und zwei eigenen Punkten in Folge schnell für einen beruhigenden Vorsprung. Am Ende gab es eigentlich nur noch eine Frage zu klären: Würde Münster noch eine zweistellige Punktzahl schaffen, oder nicht? Nun, es wurden am Ende neun, ein Debakel für den bisherigen Tabellendritten. „Wir hatten die ganze Zeit Vertrauen in unsere Stärke“, befand Zuspielerin Femke Stoltenborg nach Spielende. „Wir haben sehr stark in der Annahme gestanden und alle Fehler ausgenutzt, die Münster gemacht hat“, meinte die 22-Jährige.

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