Aachen - Ladies in Black: Hauptsponsor bleibt an Bord

Ladies in Black: Hauptsponsor bleibt an Bord

Von: Roman Sobierajski
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Auf eine weitere Saison: „Ladies“-Trainer Marek Rojko (von links), Stawag-Vorstand Dr. Christian Becker und PTSV-Vorsitzender Dr. Frank Schidlowski. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die zweite frohe Botschaft platzte passgenau wie von Femke Stoltenborg zugestellt in die Verkündung der ersten: Stawag-Vorstand Dr. Christian Becker hatte gerade in den Räumen des PTSV Aachen erläutert, dass sich der Energieversorger auch in der kommenden Spielzeit als Haupt- und Trikotsponsor der „Ladies in Black“ Aachen in der Volleyball-Bundesliga engagieren werde, da teilte der Liga-Vorstand mit, dass die Ausnahmegenehmigung für die Halle an der Neuköllner Straße, die nicht die eigentlich vorgeschriebene Mindesthöhe von neun Metern aufweist, verlängert wird.

„Volleyball genießt in Aachen hohe Popularität. Dass der Verein bei den Play-offs die Zuschauerkapazität nur mit einer Ausnahmegenehmigung erhöhen konnte und bereits Zuschauer abweisen musste, verdeutlicht die dringliche Handlungserfordernis in Sachen Halle“, erklärte DVL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung.

Stabilität statt Strohfeuer

Die Nachricht, dass den gegnerischen Teams auch in der nächsten Spielzeit im Hexenkessel die Supper versalzt werden soll, erfreute auch Trainer Marek Rojko, der vor der Abfahrt des Teams Richtung Dresden die sportliche Zielsetzung erläuterte. „Im April letzten Jahres haben wir über meinen Vertrag gesprochen“, beschrieb der 36-Jährige die Ausgangslage plastisch. „Und zu dem Zeitpunkt war nicht klar, ob wir überhaupt eine Lizenz bekommen würden. In dieser Saison haben wir das erreicht, was wir am Ende meines dreijährigen Vertrages schaffen wollten.“

Damit dieser Erfolg kein Strohfeuer wird, so Rojko, sei es notwendig, den Verein zu konsolidieren, zu stabilisieren. „Aufgrund unserer sportlichen Erfolge ist Aachen eine gute Adresse für junge deutsche Spielerinnen geworden, die wir zwei Jahre oder länger an den Verein binden wollen“, erläuterte Rojko die Marschrichtung. Zudem wird mehr als die Hälfte des jetzigen Kaders auch in der nächsten Spielzeit das „Ladies“-Trikot tragen. Den Vorstoß unter die Top 4 wollte sich der Slowake auch nicht durch den FC Bayern des Volleyballs kleinreden lassen. „Ich will einfach nicht akzeptieren, dass der größte deutsche Verein gegen Aachen nur aufgrund des Verletzungspechs verloren hat.“

Angesichts des Erreichten und der Planungen für die Zukunft dürfte das Nachdenken bei den Stawag-Verantwortlichen nicht lange gedauert haben, als es um die Frage ging, ob man sich auch weiterhin finanziell engagiert. „Die Mannschaft hat alle Erwartungen übertroffen. Für uns ist es eine Ehre, dass wir weiterhin dabei sein dürfen“, erläuterte Becker und plädierte auch dafür, dass die Erwartungshaltung nicht durch die ohnehin zu niedrige Hallendecke schießt. Es habe sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ergeben, schon in der Mitte der laufenden Saison habe die Stawag die Zuwendungen aufgestockt.

„Vielleicht muss man jetzt die Erwartungen ein wenig dämpfen“, führte der Stawag-Chef aus, der das Sponsoring nicht mit dem Erreichen eines Tabellenplatzes verknüpft sehen will. Die Teilnahme an den Play-offs bleibt die Zielvorgabe auch in der nächsten Saison.

Diese Zurückhaltung will (und muss) man sich aktuell nicht auferlegen, und so durfte immerhin ein US-Präsident mit einem Zitat als Vorlage herhalten, um die „Ladies“ nach Dresden zu verabschieden: „Ihre Mission ist noch nicht beendet“, gab Becker Aachens Trainer mit auf den Weg.

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